Schüler, die nach dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember zu spät zum Unterricht kommen und übervolle Busse kritisierten Eltern kurz vor Weihnachten. Die Kraftverkehrsgesellschaft Börde-Bus reagiert im neuen Jahr mit dem Einsatz größerer Busse, will die Schülerzahlen aber im Auge behalten.

Oschersleben. Eine um wenige Minuten nach hinten verschobene Abfahrtzeit, winterliche Straßen und zu kleine Busse sorgten dafür, dass sich Eltern, aber auch Lehrer beschwerten: Kinder aus Ampfurth kommen zu spät zum Unterricht nach Oschersleben.

"Wir können die Abfahrtzeiten nicht wieder vorziehen, weil wir im Fahrplangeflecht Anschlüsse gewährleisten müssen und auf der Linie jetzt vertaktet fahren", erläutert Ernst Trnka, Geschäftsführer der Kraftverkehrsgesellschaft Börde-Bus, auf Volksstimme-Nachfrage.

Dass die Kinder zu spät kamen, sei auch und vor allem auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurück zu führen, die zum einen eine geringere Geschwindigkeit der Busse diktierten oder das Überholen langsam Fahrender unmöglich machten. Zum anderen seien vielfach die Busbuchten und Zugänge von den Haltestellen zur Fahrbahn nicht geräumt gewesen, so dass das Aus- und Einsteigen deutlich mehr Zeit als üblich in Anspruch nahm. "Da sind die Kommunen in der Pflicht besser zu räumen, die in der Regel für die Bushaltestellen zuständig sind", so Trnka.

Allerdings reagiere das Unternehmen auf die Kritik: Mit dem Unterrichtsbeginn nach dem Jahreswechsel setzt es statt der 12- Meter-Niederflurbusse, die 37 Sitz- und 53 Stehplätze haben, die 15-Meter-Niederflurbusse ein. Diese bieten 56 Sitz- und 69 Stehplätze, listet Hardy Hotopp, Bereichsleiter Verkehr bei Börde-Bus, im Volksstimme-Gespräch auf. Ursprünglich hatte das Unternehmen auf der Linie Busse mit hohem Einstieg und 49 Sitz- sowie 50 Stehplätzen eingesetzt. "Da die Linie jetzt als Landeslinie eingeordnet ist, müssen wir Niederflurtechnik anbieten – und die Reduzierung der Sitzplätze macht sich bemerkbar", so Hotopp.

Börde-Bus werde jedoch die Zahl der mitfahrenden Schüler beobachten und flexibel reagieren, um seine Flotte wirtschaftlich einzusetzen, unterstreicht Ernst Trnka. Im übrigen halte er an der Devise fest, dass Sicherheit vor Pünktlichkeit gehe und die Fahrer konkret entscheiden müssen, wie schnell sie unterwegs sind.