Die Arbeiten am Kuhbruchweg in Krottorf werden aufgrund von Problemen mit dem Untergrund erst nach einer Winterpause fortgesetzt. Zudem soll erst dann entschieden werden, ob die letzten 350 Meter auch zwei Betonspuren oder aber eine durchgehende Bitumendecke bekommen.

Krottorf l Eigentlich sollte ja bereits der gesamte, etwa 1350 Meter lange Krottorfer Kuhbruchweg fertig sein. Denn im September vergangenen Jahres war mit dem Ausbau dieses Weges begonnen und waren bereits im November die zwei Betonspuren auf einer Länge von etwa einem Kilometer von der Landes- straße 80 bis zum Limbach fertiggestellt worden. Aufgrund der schon während der Planung festgestellten Probleme mit der Tragfähigkeit des Weges wurde zu Beginn der Arbeiten reichlich Boden ausgetauscht und wurden vom Baubetrieb weitere Arbeiten zur Stabilisierungs des Baugrundes umgesetzt.

Was aber alles nur auf dem ersten Kilometer den ver- sprochenen Erfolg gebracht hat. Auf den restlichen etwa 350 Metern nicht. "Dort ist der Untergrund wie ein Wackelpudding", beschreibt Katrin Otto vom Bauamt der Verbandsgemeinde Westliche Börde den Zustand. Daran haben auch Arbeiten des Unterhaltungsverbandes "Untere Bode" nicht viel geändert, der den Limbach und die Gräben neben dem Weg mehrmals geräumt und den Durchlass gesäubert hat, "um den Wasserspiegel zu senken und damit die Vernässung des Untergrundes zu verringern", wie Katrin Otto sagt.

Und der Unterhaltungsverband ist es auch, der nun mit einer weiteren Maßnahme versuchen wird, in die letzten 350 Weg-Meter Stabilität zu bringen. "Es ist die Herstellung eines weiteren, etwa 300 Meter langen Grabens auf der westlichen Seite des Kuhbruchwegs geplant, der das Wasser von den anliegenden Grünflächen aufnehmen und in den Limbach leiten soll", sagt die Mitarbeiterin des Baumamtes. Was aber nicht so einfach umgesetzt werden könne, weil der neue Graben auf privaten Flächen angelegt werden müsse und das Land eine finanzielle Förderung abgelehnt habe, "so dass mit den Grundstückseigentümern die Nutzung der Flächen über eine Entschädigung zu regeln ist", sagt Katrin Otto.

Ist dieser Graben fertig und die Winterpause beendet, "werden die Werte der Tragfähigkeit dieses letzten Abschnitts des Kuhbruchwegs erneut überprüft. Sollten die geforderten Werte nicht erreicht werden, wird als Alternative der Einbau einer Bitumentragdeckschicht überprüft", wie Katrin Otto ankündigt und erklärt: "Damit kann auf eventuelle Setzungs- und Verdrückungserscheinungen lokal besser reagiert werden. Bei den bisher geplanten sehr starren Betonspurbahnen mit dem zwischenliegenden Mineralstoffgemischstreifen ist zu erwarten, dass die einzelnen Betonplatten eher absacken und sich verdrücken oder auch brechen. Was wiederum zu einem erhöhten Wartungs- und Reparaturaufwand führt." Vor diesem Hintergrund hätten sich die Stadt Gröningen und die Deutsche Bahn verständigt, das Ende der Bauarbeiten auf Ende Mai zu verschieben, teilt Katrin Otto mit.

Die Deutsche Bahn ist deshalb mit im Boot, weil nach Fertigstellung des Weges zum einen ein Krottorfer Bahnübergang geschlossen wird. Und zum anderen wird am Krottorfer Bahnübergang an der Landesstraße 24 unter anderem eine neue Signalanlage in Betrieb genommen.

 

Bilder