Wanzleben l Dutzende Listen mit Zahlenreihen sind in den vergangenen Tagen in der Verwaltung des DRK-Kreisverbandes Wanzleben gewälzt worden. Eine gewissen Spannung lag dabei in der Luft, denn nicht nur die Mitarbeiterinnen Sabine Tacke und Silke Behrends wollten wissen, was die Weihnachtsspendensammlung in diesem Jahr eingebracht hat. Letztlich stand auf dem Kontrollstreifen der Rechenmaschine die Summe von 25936,07 Euro.

"Fast 26000 Euro, wir sind sehr zufrieden", erklärte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Wanzleben, Guido Fellgiebel. Ihm selbst sei kein anderer DRK-Kreisverband in Sachsen-Anhalt bekannt, der bei seine Weihnachtsspendensammlung Spenden in solchen Größenordnungen erreicht. Und der Kreisverband Wanzleben weise seit Jahren eine Stabilität auf.

Lediglich die beiden vergangenen Jahre, so Fellgiebel, seien kleine Ausreißer nach oben gewesen. Das hatte sicher auch mit den Schirmherren zu tun. Während im vergangenen Jahr Landrat Hans Walker die Schirmherrschaft übernommen hatte, war es im Jahr davor der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Wanzleben, Dr. Arthur Vorwallner, selbst. Ihn hätten viele persönlich gekannt, was auch in den Gesprächen mit den Spendern deutlich wurde.

Bei der jüngsten Weihnachtsspendensammlung, für die die Helfer zwischen dem 6. und 15. Dezember von Haustür zu Haustür gingen, war das Bild von Markus Latz auf den Flyern zu sehen. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Börde hatte gern die Schirmherrschaft übernommen und lobte das soziale Engagement, das die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter des Roten Kreuzes an den Tag legen.

Genau dieser Enthusiasmus kam auch bei der Spendensammlung zum Tragen. So ergab sich letztlich auch der unglaubliche Zufall, dass die 14 Ortsvereine auf den Cent genau die gleiche Summe abgerechnet haben wie im Jahr zuvor. Innerhalb der Ortsvereine gab es allerdings Verschiebungen im Sammelergebnis, der eine hatte mehr als im Vorjahr, der andere weniger. "Wir haben aber eine Kontinuität auch hier drin, obwohl wir nicht mehr Leute zum Sammeln haben", so Guido Fellgiebel, der von fast 20000 Euro spricht, die allein von den Ortsvereinen abgerechnet wurden.

30 Prozent von dem gesammelten Geld steht ihnen dann für ihre eigene Arbeit zu, der Rest fließt in andere Projekte, die vom Kreisverband getragen werden. Was das genau sein wird, vermag die Geschäftsführung noch nicht zu sagen. Das soll in der nächsten Dienstberatung ausführlich diskutiert werden. Unter anderem wird aber, so gab Guido Fellgiebel an, ein Teil des Geldes in die Ausstattung des Katastrophenschutzes und die persönliche Schutzausrüstung der Helfer investiert werden. Ein weiteres Projekt, das ehrgeizig ausgebaut werden soll, sind die Bewegungsprogramme. So sollen dafür zum Beispiel auch neue Gerätschaften angeschafft werden, aber auch Übungsleiter finanziert werden.