Wenn die fetten Tage vorbei sind und der Alltag wieder vor der Tür steht, formiert sich in Ummendorf früh im neuen Jahr die Wanderschar und marschiert dem Braunkohlschmaus entgegen. Der Sportverein gibt dann den Takt vor für ein gemeinschaftliches Frischlufterlebnis.

Ummendorf l Von der Tischtennisplatte herab verschaffte sich Stefan Mattauch am Vereinshaus Gehör. Der Sportsmann stimmte die rund 50 Anwesenden auf das anstehende Sonntagsgeschehen ein und verdeutlichte mit der kleinen Klettereinlage auch gleich, dass die alljährliche Braunkohlwanderung des Ummendorfer Sportvereins nicht zuletzt der leichten Körperertüchtigung dienen soll: "Die Lust auf Bewegung an der frischen Luft ist naturgemäß nach den faulen, fetten Weihnachtsfeiertagen besonders groß. Dem möchten wir mit dieser schönen Wandertradition Rechnung tragen", wandte sich der Sportvereinsvorsitzende an die spazierfreudigen Gäste, die sich mit Wanderstöcken und - die Wetterlage machte es nötig - Regenschirmen am Sammelpunkt in der Wormsdorfer Straße eingefunden hatten.

"Unser Weg führt uns heute durchs wildromantische Allertal", erklärte Mattauch nach den wohlgemeinten Neujahrsgrüßen weiter. Über die Stationen Wormsdorf und Eilsleben war diesmal eine Süd-Ost-Route von den Organisatoren auserkoren worden.

"Eine Woche lang ist herrlichstes sonniges Wetter, aber pünktlich zu unserer Wanderung kommt immer der Regen", brummte es aus der Gruppe, die schon in den vergangenen Jahren meist Pech hatte in der Wetterlotterie Anfang Januar und teil bei noch widrigeren Bedingungen losmarschierte. Doch der Ummendorfer lässt sich so leicht nicht entmutigen. Der kurze Anflug von Verzweiflung angesichts der nasskalten Witterung wurde dann auch schnell von Anführer Mattauch beiseite gewischt: "Mit Schnee oder wenigstens Wintersonne als Begleitung wäre es natürlich schöner, aber wir machen wie immer das Beste draus. Wir hatten im Vorfeld 44 Anmeldungen, das ist hervorragend und auch ein Zeichen dafür, dass das Wetter ziemlich egal ist."

Den schmackhaften Lohn für die zweieinhalbstündige Tour auf Schusters Rappen gab es schließlich mittags in der "Alten Post", wo der gemeinsame Jahresstart gemütlich im Sitzen fortgesetzt wurde.

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