Der Gunsleber Werner Schmidtke hat sich vor fast 40 Jahren der Rassekaninchenzucht verschrieben. Mit seinen Deutschen Kleinwiddern war er 2013 wieder besonders erfolgreich.

Gunsleben l Wenn an diesem Wochenende der Harzer Kreisverband der Rassekaninchenzüchter seine Schausaison mit der Kreis-Rammlerschau in Deersheim abschließt, wird der Gunsleber Werner Schmidtke nicht dabei sein. Obwohl er dem Kreisverband Harz angehört. Für ihn ist, wie er sagt, das Zuchtjahr 2013 abgeschlossen, die ersten Jungen für das neue Zuchtjahr liegen bereits im Nest. Es sind Kaninchen der Rasse Deutsche Kleinwidder in der Farbe dunkel-eisengrau.

Werner Schmidtke, der sich bereits seit fast 40 Jahren der Rassekaninchenzucht widmet, hofft, dass er mit der neuen Nachzucht genauso erfolgreich ist wie mit anderen Tieren in den Vorjahren auch. So hat der Vorsitzende des Vereins G 810 Wackersleben auch im zurückliegenden Jahr mit seinen Tieren wieder besondere Zeichen gesetzt. Auf der Bundesschau, wo er wie alle anderen Teilnehmer nur eine Zuchtgruppe mit vier Tieren pro Rasse und Farbenschlag ausstellen durfte, hat er allein drei Preise geholt. Die Preisrichter bewerteten seine vier Kaninchen mit sehr hohen Noten, so dass Werner Schmidtkes Zuchtgruppe einen Deutschen Meister-Titel einheimste. Zudem wurden ein Rammler als Bundessieger und eine Häsin als Klassensieger gekürt. Insgesamt standen 28000 Tiere auf der Schau in Karlsruhe. "Vier Tiere - drei Preise, das ist schon enorm", erklärt Werner Schmidtke. Sein Stolz wird zusätzlich gesteigert, weil er die kleinen Widderkaninchen erst seit 2010 züchtet. Bereits eine Woche vor der Bundesschau war der Gunsleber auch auf der Landesschau in Welsleben erfolgreich und brachte einen Landesmeister-Titel mit nach Hause. Ein weiterer Erfolg war die Harzkreis-Schau der Rassekaninchenzüchter in Dingelstedt, wo er ebenfalls zu Meisterehren kam.

Die Landesschau nutzte Werner Schmidtke auch, um zum letzten Mal die Deutschen Widder aus seinem Stall zu präsentieren. Diese Rasse hatte er über Jahrzehnte in den Farben wildfarben und dunkel-eisengrau gezüchtet. Das hat ihn im Jahr 2000 auch zum Widderclub Magdeburg gebracht, in dem die Züchter von Widderkaninchen unter sich sind. Sie sind auch viel deutschlandweit unterwegs und stellen ihre Tiere in sogenannten Clubschauen mit bis zu 2500 Widderkaninchen vor.

Von seinen vier preisgekrönten Tieren, die er auf der Bundesschau ausgestellt hatte, hat er keines wieder mit nach Hause gebracht. "Ich habe sie alle verkauft, denn ich will ja mit guten Tieren auch anderen Züchtern helfen, weiterzukommen. Jeder für sich bringt nichts, wenn man die Zucht voranbringen möchte", so Werner Schmidtke. Unterdessen hat er schon die Widderclub-Schau im Oktober dieses Jahres in Baden-Baden und die Bundesrammler-Schau Anfang des nächsten Jahres in Ulm als nächste große Ziele im Blick.