Mit 228 Tieren haben die Klein Oschersleber Rassegeflügelzüchter nicht die große Schau, in Zahlen ausgedrückt, gestaltet. Doch mit Blick auf die hohe Qualität der Tiere wurde es die große Schau für die engagierten Züchter.

KleinOschersleben l Für den Vorsitzenden des Klein Oschersleber Rassegeflügelzuchtvereins Holm Twarkowski war die Eröffnung der traditionellen Schau, sie findet immer Anfang Januar statt, sozusagen eine Premiere. Im Juli des vergangenen Jahres hatte der erfolgreiche Züchter das Amt vom langjährigen Vorsitzenden Friedel Schneider übernommen. "Seit 1995 hatte Friedel dieses Amt inne und er hat es gut gemacht. Wir sagen Danke", meinte Holm Twarkowski zur Eröffnung der Schau. Er brach zugleich eine Lanze für die Familienangehörigen der Züchter. "Ohne Eltern, Ehefrauen, Kinder oder Geschwister könnten viele ihr schönes Hobby gar nicht mehr ausüben, weil sie vielleicht beruflich die ganze Woche weg sind", so der Vereinschef, der hier aus Erfahrung spricht.

Am Sonnabendvormittag hatten sich nicht nur bereits zahlreiche Züchter und Besucher aus anderen Orten eingefunden, nein auch der Seehäuser Richard Rataj als Vertreter des Kreisverbandes ließ es sich 2014 ebenso nicht nehmen, nach Klein Oschersleben zu kommen. Hier gehöre er schon beinahe zur "Familie". Richard Rataj fand sehr viele lobende Worte für die Rassegeflügelschau. "Ihr habt in der Qualität einen großen Sprung gemacht, macht weiter so. Letztlich zählt bei einer Schau nicht die Masse, sondern die Qualität. Und die Züchter fahren dorthin, wo sie Qualität zu sehen bekommen. Das ist zugleich die Einladung für das nächste Jahr", so Richard Rataj.

Roland Kutsche als Ortsbürgermeister lobte zuallererst die tolle Aktion der Züchter mit der Kindertagesstätte des Ortes. Die Kinder hatten die Gelegenheit, vor Eröffnung der Schau einen Blick auf Hühner, Enten und Tauben zu werfen. "Ihr solltet mit der Kita in Verbindung bleiben", so Roland Kutsche.

Er bekam zugleich die Aufgabe, per Los den Aussteller des besten Tieres zu ermitteln. Da für gleich fünf Tiere die Höchstnote "vorzüglich" von den Preisrichtern Hendrik Arendt, Steffen Falke und Hartmut Schadenberg vergeben wurde, musste dieser Weg beschritten werden. Roland Kutsche ermittelte mit seinen Griff in den "Lostopf" Burkhard Witte aus Seehausen als den Züchter mit dem besten Tier der Ausstellung. Burkhard Witte errang diesen Titel für Zwerghühner der Rasse Rheinländer, schwarz. Er nahm am Sonntagnachmittag zum Ende der Klein Oschersleber Rassegeflügelschau die Ehrung entgegen.

Zu den Traditionen dieser Schau gehört es übrigens auch, dass zum Abschluss alle Auszeichnungen und Pokale vergeben werden. Höhepunkt ist dabei zweifelsohne die Übergabe des "Alfried-Gaul-Gedächtnispokales". Diesen nahm in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge Nachwuchszüchter Bastian Hering entgegen.

Insgesamt konnten die Besucher im Klein Oschersleber Gemeindesaal 228 Tiere, Enten, Hühner und Tauben anschauen. Diese Tiere wurden von insgesamt 28 Züchtern aufgezogen. Neun Züchter kamen aus Klein Oschersleben und 19 aus den Gastvereinen Seehausen, Hamersleben/Wackersleben, Oschersleben, Hadmersleben/Alikendorf, Westeregeln sowie Groß Germersleben und Ausleben/Ottleben. Neben den fünf Tieren mit der Note "vorzüglich" konnten immerhin 19 Tiere mit einem "Hervorragend" bewertet werden. Die sehr gute Bewertung trifft sowohl für die Züchter aus den eigenen Reihen wie für die Gastaussteller zu.

Der Klein Oschersleber Geflügelzuchtverein besteht seit 1955. Er hat 16 Mitglieder, hinzu kommen zwei Ehrenmitglieder.

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