Der Januar bedeutet immer Hochsaison für den Dartsport. Da lassen die zwei großen Weltverbände (PDC und BDO) ihren jeweiligen Weltmeister auswerfen - und da ist auch die Finalzeit in der traditionellen Wormsdorfer Dartliga um den Drabe-Cup angebrochen.

Wormsdorf l Zwei Männer, die beim entscheidenden Turnier bislang noch nie ganz oben gestanden haben, konnten sich dieser Tage im Clubraum der Wormsdorfer DRK-Begegnungsstätte erstmals zum Sieger einer Endrunde aufschwingen. Dort, wo der bunt blinkende Dartautomat blitzschnell das jeweilige Wurfergebnis berechnet und eine gemütliche Kneipenatmosphäre mit Bar und Sofa und Musik die Szenerie bestimmt, wurden Torsten Prier aus Eilsleben (Highscore) und der Hordorfer Torsten Müller (Cricket) zu den Disziplinensiegern der Saison 2013 gekürt.

Der ältere Wettbewerb ist der um die höchste Punktausbeute, kurz Highscore. Zum 18. Mal ausgetragen, entwickelte sich ein spannendes, weil auch in seinem Verlauf überraschendes Rennen um die Scorerkrone. Dazu zündete das zahlreich anwesende Publikum eine Stimmungsrakete nach der anderen - da kam ein Hauch WM-Atmosphäre, wie aus den TV-Übertragungen bekannt, auf.

Unter den besten Acht des Jahres war Ringo Happe als Titelverteidiger und Qualifikationsbester eigentlich der klare Favorit. Doch den Punktrekordhalter aus Siegersleben sollte das frühe Aus ereilen - nur Platz sechs in der End- abrechnung. Er nahm\'s gelassen, feierte als Zuschauer einfach mit und sah, wie sich Torsten Prier zu seinem ersten Titel warf. Einen neuen Anlauf nehmen Happe, Prier und Co. nun gewiss, wenn es in die 19. Auflage des Drabe-Dart-Cup geht. Der veranstaltende DRK-Ortsverein teilt dazu mit: "Alle am Dartsport Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Meisterschaft 2014 teilzunehmen. Übrigens wird es erstmals seit Austragung des Wettbewerbs ein neues Reglement zur Finalteilnahme geben. Dies soll die Spannung und Attraktivität nochmals steigern, weil hierdurch mehr als nur die besten acht Dartfreunde in die Endrunde einziehen werden."

Das 16. Saison-Finish ging in der anderen Ligadisziplin über die Bühne, dem sogenannten "Cricket", wobei schnellstmöglich konkrete Zahlenvorgaben heruntergeworfen werden müssen. Torsten Müller gelang dies am besten, stellte in allen Runden höchste Konzentra- tion und Zielgenauigkeit unter Beweis. "Ein absolut verdienter Sieger", zollte dann auch der entthronte Cricket-Champion Ralf Behrens Respekt. Denn Torsten Müller krönte seine Leistung im Finale noch mit einem neuen, eindrucksvollen Rekord: Fertig im fünften Durchgang - das hatte es in der Turniergeschichte noch nicht gegeben. Müller überflügelte damit die sechs Jahre alte Bestmarke von Torsten Eckert, der im April 2008 ein "Cricket-out" in der sechsten Runde erzielt hatte.

Der Vorjahreszweite Horst Müller, Vater des Turniersiegers, präsentierte sich überdies in guter Form, holte - wie auch beim Highscore -den dritten Platz. Lediglich Guido Fellgiebel vermochte sich zwischen das Hordorfer Vater-Sohn-Duo zu schieben. Er bedauerte nach der Siegerehrung: "Leider war das Starterfeld nicht komplett. Torsten Prier hatte als Ranglistenerster der Jahreswertung Aussicht auf den nächsten Titelgewinn, aber er fehlte arbeitsbedingt und konnte nicht ins Geschehen eingreifen."

 

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