Im Altenweddinger Gewerbegebiet "Am Schachtteich" stellt ein großer Stapel blauer Fässer die Bürger vor die Fragen: Was ist darin? Geht davon möglicherweise Gefahr für die Umwelt aus? Was soll damit werden?

Altenweddingen l Die Frage nach den Fässern wurde öffentlich an die Verwaltung der Gemeinde Sülzetal während einer Gemeinderatssitzung gestellt. Ordnungsamtsleiter Rudi Wenzel nahm sich der Sache an. Nachdem er die Fässer in Augenschein genommen hatte, erfolgte im Dezember die Meldung an den Landkreis Börde, im speziellen an die Abfallbehörde.

Mindestens 100 blaue Fässer sind es, die zum Stein des Anstoßes wurden. Feinsäuberlich sind sie am Ende einer Gemeindestraße und damit im öffentlichen Raum im Gewerbegebiet "Am Schachtteich" vor den Toren Altenweddingens auf Paletten aufgestapelt. Die 30-Kilogramm-Fässer enthalten eine Kalt-Reparatur-Asphalt-Mischung, mit der also Löcher in den Straßen geflickt werden könnten.

Nach der Meldung bei der unteren Abfallbehörde schaute sich Behörden-Mitarbeiter den Stapel ebenso an und konnte durch Recherchen ermitteln, dass die Fässer bereits vor acht Jahren dort abgestellt worden seien. "Zum Zeitpunkt des Abstellens handelte es sich bei diesen Fässern wahrscheinlich um ein Wirtschaftsgut", heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. "Seitens der unteren Abfallbehörde besteht nun der Verdacht, dass aus dem einstigen Wirtschaftsgut jetzt eine illegale Abfallentsorgung wurde."

Aus diesem Grund, insbesondere zur weiteren Klärung des Sachverhaltes und auch zur Klärung, wem die Fässer denn eigentlich gehören, wurde durch die untere Abfallbehörde Anzeige gegen "Unbekannt" beim Polizeirevier Börde erstattet. Polizeisprecher Joachim Albrecht bestätigt die erfolgte Anzeige. Allerdings hätten die Ermittlungen gerade erst begonnen, so dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine neuen Erkenntnisse gäbe.

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