Nur scheinbar ist es ruhig um den Kirchbauverein Altenweddingen geworden. Die 21 Mitglieder machen sich derzeit gleich um mehrere Projekte Gedanken, um die St. Martinus Kirche in Altenweddingen zu erhalten und sogar noch schöner zu machen.

Altenweddingen l Reinhard Schwarzenau, seit Sommer des vergangenen Jahres Vorsitzender des Altenweddinger Kirchbauvereins, berichtet, dass in Folge eines Besuches der Kirchenbaureferentin des Kirchenkreises Egeln, Andrea Wenzel, der Verein ermutigt wurde, am Wettbewerb "Goldener Kirchturm" der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands mit ihrem Projekt Tauf- und Andachtskapelle teilzunehmen. Denn der im August 2008 gegründete Kirchbauverein hatte am 1. Mai 2011 sein erstes Projekt feierlich eingeweiht: In der neu geschaffenen Tauf- und Andachtskapelle, in welcher der alte Taufstein im wahrsten Sinne endlich ein Dach über dem Kopf bekam, fand die erste Taufe statt. Für alle Beteiligten war es damals ein ganz besonderes Ereignis, vor allem aber für die Mitglieder des Kirchbauvereins, die mit viel Eigeninitiative und Eigenleistungen ihren Anteil an der Verwirklichung dieses Projektes leisteten. Im vergangenen Jahr bekam die Taufkapelle noch neue Fenster und eine neue Beleuchtung.

Gerade noch rechtzeitig wurden die Wettbewerbsunterlagen für den "Goldenen Kirchturm" eingereicht. Würde der Kirchbauverein Altenweddingen in den Genuss einer Siegprämie kommen, hätte er damit ein kleines finanzielles Polster für neue Projekte. Darüber haben sich die Mitglieder in den vergangenen Wochen bereits viele Gedanken gemacht. Die farbliche Gestaltung des Kirchen-Innenraums, der Ersatz der acht Glasbausteinfenster im Kirchenschiff durch neue Glasfenster, die Wiedereröffnung des Osteingangs und ein barrierefreier Zugang zur Kirche sind Pläne für die Zukunft.

"Doch zunächst haben wir beschlossen, die Kirche qualifiziert begutachten zu lassen, bevor wir uns aktiv auf eines der möglichen Projekte ¿stürzen\'. Was hätten wir gekonnt, wenn wir mit einem neuen Projekt starten und sich herausstellt, dass die Bausubstanz in bestimmten Bereichen mangelhaft ist. Diese Begutachtung läuft derzeit", berichtet Reinhard Schwarzenau. Möglicherweise wird die Erneuerung der Fenster als Nächstes in Angriff genommen. Angebote würden eingeholt, um eine Vorstellung zu bekommen, was sie kosten könnten.