Früher und Heute - mit diesem Thema beschäftigen sich die Schüler der Klasse 3a gemeinsam mit ihrer Lehrerin Ines Otto. Diese staunte nicht schlecht, was die Schüler für eine kleine Ausstellung alles zusammentrugen.

Altenweddingen l Die Jungen und Mädchen der Klasse 3a präsentieren stolz, was sie für eine Ausstellung zum Thema "Früher und Heute" alles zusammengetragen haben. Zu vielen mitgebrachten Dingen können sie kleine Geschichten erzählen. "Ich hatte bei den Schülern einen Aufruf gestartet, sie sollten doch Dinge mitbringen, die älter sind als 30 Jahre und ich habe nicht schlecht gestaunt, was da mit Hilfe der Eltern alles zusammenkam", berichtet Lehrerin Ines Otto.

Svenja Bohm präsentiert stolz eine alte Kaffeemühle. Mit dieser wurden zu Omas Zeiten, oft auch mühsam, die Kaffeebohnen klein gemahlen. Auch eine alte Wärmflasche "aus echtem Kupfer", wie Svenja betont, hat die Drittklässlerin der Ausstellung beigesteuert sowie ein Poesiealbum aus dem Jahr 1952. Darin zu lesen, war gar nicht so einfach. Die Schrift, teilweise in Sütterlin, war ihnen fremd. Wie schwer die Buchstaben zu schreiben waren, stellten die Kinder fest, als sie selbst versuchten, ihren Namen mit diesen fremden Buchstaben aufs Papier bringen. Probleme hatten die Kinder auch mit einem Telefon mit Wählscheibe. Das Drücken der Zahlen, so wie heute üblich, funktionierte bei dem "alten Ding", mitgebracht von Erik Obermeier, nicht. Tatsächlich muss Zahl für Zahl gewählt, die Scheibe gedreht werden.

Zur Ausstellung im Klassen- raum gehört auch eine alte Fibel aus dem Jahr 1951. "Diese haben wir beim Uropa in der Garage gefunden. In einem großen Lederkoffer waren noch mehr alte Sachen", berichtet Antonia Schulze. "Auch wir heben alte Sachen auf", meint Jule Schwarz. Sie hat zur Ausstellung einen Fotoapparat beigesteuert, genau wie Luis Eiselen. Lion Rosentreter zeigt stolz auf die 1000er und 25000er-Geldscheine - Geld aus der Inflationszeit. Schiefertafel mit Griffel, viele alte Bücher und auch Spielzeug trugen die Kinder für ihre Ausstellung zusammen. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Ines Otto haben die Drittklässler gestern auch darüber gesprochen, wie die Menschen früher lebten - in der Stadt oder auf den Dörfern.

Zum Abschluss ihres Projektes werden die Jungen und Mädchen das Ferdinand-Döbbel-Haus besuchen. Im Domizil des Heimatvereins gibt es viele Dinge aus früheren Tagen zu entdecken.