Oschersleben l In einer Bücherkette überreichten der Verfasser Dr. Günther Blume und der Bewos-Geschäftsführer Thomas Harborth als Sponsor die Werke an die schulfachliche Koordinatorin Kerstin Hädrich sowie die Schülervertreter Jeniffer Hoffmann, Julius Kautschur, Daniell Seeboth und Leonie Wenzel. Schlussendlich räumte Ingrid Weyhe als Schulbibliothekarin den neuen Klassensatz in das bis dahin noch leerstehende Regal ein.

"Wir haben den ersten Schritt gemacht, damit sich vielleicht schon bald der Wunsch von Herrn Dr. Blume erfüllt", erklärte der Bewos-Geschäftsführer Thomas Harborth. Blume habe einmal geäußert, dass er sich sehr darüber freuen würde, wenn seine Chronik auch in den Unterricht an Oschersleber Schulen integriert werden würde. Harborths Worten zufolge sollen die Schüler nun die Möglichkeit haben, sich über ihre Stadt und die Umgebung zu informieren. "Wir möchten näher bringen, was Oschersleben ausmacht", erklärte der Geschäftsführer weiter. Auch sei die Bewos als Unternehmen froh darüber, dass sie der Schule dieses Anliegen ermöglichen könne.

Harborth nutzte aber auch die Gelegenheit, die jungen Menschen direkt anzusprechen. So hoffe er, mit der Aktion die Jugend zum Hierbleiben animieren zu können und für die eigene Region zu sensibilisieren. "Auch wenn das jetzt Werbung in eigener Sache ist: Wir bieten wirklich gute Ausbildungsplätze sogar mit Studiumsmöglichkeiten an und suchen dafür natürlich auch fähige Bewerber", sagte er.

Die Schüler boten den Gästen der Schulbibliothek zum Zeichen des Dankes eine musikalische Darbietung an. Die Zehntklässler Rabea Neumann und Friederike Arndt interpretierten gefühlvoll unter anderem das Lied "Regen und Meer" von der deutschen Pop-Rock-Band "Juli" und durften sich dafür den Applaus der Anwesenden einholen.

Der 17-jährige Schülersprecher Julius Kautschur bedankte sich anschließend stellvertretend im Namen aller Schüler des Oschersleber Gymnasiums bei den Sponsoren und dem Chronik-Autor Dr. Blume: "Wir Schüler möchten wirklich gern die Geschichte unserer Region kennenlernen, die eben nicht so fern von uns ist, wie das, was wir vielleicht sonst lernen dürfen", erklärte er.

Auch der Autor des ersten Teiles der "Chronik der Stadt Oschersleben (Bode)" im Zeitraum von 600 bis 1700 freute sich über das große Interesse der Schüler an seinem Werk. So berichtete Blume von seinen Recherchearbeiten und auch davon, dass es zwar schon viele Chroniken über die Stadt geben würde, die Autoren aber nie ihre Quellen angegeben hätten. "Ich hoffe, dass die Schüler heute solche Arbeiten gewissenhafter machen werden", sagte er abschließend.