Im beschaulichen Ohrsleben ist die Ortsfeuerwehr eine wesentliche Institution, die nicht nur Sicherheit gewährleistet und Veranstaltungen begleitet, sondern auch emsig um die eigene Stärkung bemüht ist. Das wurde beim Jahresbericht zur Hauptversammlung abermals deutlich.

Ohrsleben l Aus seiner Sicht überwiegend positive Nachrichten hatte Ortswehrleiter Siegfried Kaiser seinen knapp 50 Kameraden zu vermelden. Allein schon, was die Personaldecke angeht. Von den 47 Mitgliedern insgesamt - eine für sich genommen enorme Zahl in einem kleinen Ort wie Ohrsleben - sind immerhin auch 16 in der Einsatzabteilung verzeichnet. Seit neuestem auch Patrick Leitel. Der 16-Jährige wurde auf der Hauptversammlung feierlich in die Reihe der "Großen" aufgenommen; er wird künftig neben seinem Engagement in der Jugendfeuerwehr am Ausbildungs- und Übungsdienst der aktiven Abteilung teilnehmen. Siegfried Kaiser sprach lobende Worte in Richtung des jungen Kameraden: "Seine Begeisterung und Einsatzbereitschaft sind beispielhaft."

Einen Funken Kritik äußerte Kaiser, weil es im abgelaufenen Jahr keine Gelegenheit gab, im mobilen Brandcontainer zu trainieren: "Bedauerlich, dass er der Gemeinde nicht zur Verfügung stand, denn es ist für unsere Atemschutzgeräteträger doch immer eine willkommene Übung für einen heißen Einsatz." Gern hätte man den vier Ohrsleber Kameraden, die über die entsprechende Ausbildung verfügen, diese Möglichkeit geboten, so Kaiser.

Doch konnte sein Stellvertreter, Reinhard Denecke, trotzdem eine zufriedenstellende Auswertung über das Dienst- und Ausbildungs- geschehen vorlegen: "Im Zwei-Wochen-Rhythmus haben wir 14 praktische und neun theoretische Dienstabende abgehalten, außerdem wurden drei Einsatzübungen absolviert und haben wir an den Dienstberatungen der Verbandsgemeinde sowie an der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbands teilgenommen." Sebastian Sopper (Technische Hilfeleistung) und Philipp Denecke (Atemschutzgerät) hätten ihre Lehrgänge auf Kreisebene erfolgreich beendet. "Alles in allem kommen wir auf 835 geleistete Stunden im Jahr 2013", verkündete Denecke mit Stolz. Darin nicht enthalten sind die Einsatz- zeiten. 18 Mal wurde die Ohrsleber Feuerwehr im Laufe des Jahres alarmiert.

Der stellvertretende Gemeindewehrleiter, Marko Dörge, nahm die Berichte wohlwollend zur Kenntnis und ließ wissen: "Hier besteht eine guter Zusammenhalt und auch eine gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hötensleben. Es sollte mehr solcher fruchtbaren Beziehungen geben."