Einen ganz besonderen Tag erlebten Erzieherinnen der Kindertagesstätte "Sonnenschein" Hamersleben. Alle sieben Fachkräfte erhielten ihre Zeugnisse.

Hamersleben l Anlass für diesen Höhepunkt war ein "Lehrgang zur Förderung von Projekten zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung durch Qualifizierung des Betreuungspersonals". Die Betreuerinnen der Kita Hamersleben absolvierten diese Weiterbildung vom Mai bis November letzten Jahres im Rahmen eines 100-Stunden-Programmes und zum Thema: "Bildung elemantar - Bildung von anfang an", opferten viele Stunden ihrer persönlichen Freizeit und lernten jede Menge Neues, Interessantes und auch Ungewöhnliches.

Wie Kita-Leiterin Sabine Scholz verriet, hatte das Betreuerteam anfangs Bedenken, ob diese Weiterbildung auch zu schaffen sei. Dennoch freuten sich alle Erzieherinnen, dass auch kleine Einrichtungen vom Land gefördert werden und stellten sich dieser ungewöhnlichen Aufgabe. Anfängliche Zweifel, Unsicherheiten und Ängste wurden von Referentin Jenny Haberland sofort genommen. In regelmäßigen Abständen besuchte sie die Kindereinrichtung, diskutierte über zahlreiche Themenschwerpunkte, gab Ratschläge zur Verbesserung von Projekten und brachte sich intensiv in die Gruppenarbeit mit allen Altersklassen ein.

"Wichtig ist, die Stärken der Kinder zu erkennen und die Schwächen zu schwächen", regte sie immer wieder an, denn die Steigerung des Selbstwertgefühles und die Lösung von Konflikten stünden permanent im Vordergrund. "Auch für mich war dieses Projekt eine große Herausforderung, denn ein so kleines Team habe ich überhaupt noch nicht betreut", berichtete Jenny Haberland weiter, denn diese kleine Runde ermöglichte allen eine sehr intensive und konzentrierte Arbeit unter entspannten und besten Bedingungen. Wie sie weiter erzählte, konnten gezielte Schwerpunkte gesetzt, attraktive Themen ausgesucht und Räumlichkeiten unter die Lupe genommen werden.

"Wir haben sehr viel gelernt, neue Möglichkeiten der Arbeit mit unseren Kindern erkannt und unheimlich viel Spaß gehabt", wissen auch die Betreuerinnen Petra Stadler und Gerda Bosse. Beide betonten aber auch ein vielschichtiges Umdenken bei bestimmten Prozessen. Im Rahmen einer feierlichen Zeugnisübergabe und einer musikalischen Einlage der Sonnenschein-Kinder erhielt das komplette Betreuerteam nicht nur die Nachweise über die Teilnahme am Weiterbildungsprojekt, sondern auch ein großes Dankeschön von der Verbandsgemeindebürgermeisterin der Westlichen Börde, Ines Becker. Sie lobte das Engagement der Frauen neben der regulären Arbeitszeit und verwies auf diese erste große Ausbildung in diesem Bereich nach der politischen Wende. Auch die Elternvertreterinnen Frauke Fahrig und Stefanie Siebert zeigten sich begeistert und wünschen sich mehr Aufklärung und Zusammenarbeit unter den Reihen der Elternschaft. Sie regten eine gemeinsame Veranstaltung zwischen Eltern, Betreuerteam und Referentin an.