Auch wenn die Zahl der Einwohner im Sülzetal zurückgeht, wird die Gemeinde Sülzetal im Gegenzug nicht mehr auf das Schaffen klassischer Wohngebiete auf der grünen Wiese setzen. Andererseits stehen momentan ausreichend Flächen für Bauwillige zur Verfügung.

Sülzetal l Nach der Wende sind sie auch im Sülzetal wie Pilze aus dem Boden geschossen: Wohngebiete mit Flächen für den Eigenheimbau oder für den Bau von Mehrfamilienhäuser. Derartige Wohn- gebiete entstanden vor allem in den größeren Ortsteilen der Gemeinde Sülzetal wie Dodendorf, Langenweddingen, Altenweddingen oder insbesondere in Osterweddingen.

Zahlreiche Einfamilienhäuser wurden aber ebenso in Bahrendorf und Schwaneberg gebaut. Die Flächen wurden von der Gemeinde aber auch von privaten Investoren erschlossen und vermarktet. Und mit dem Wachsen der Einfamilienhäuser wuchs auch die Einwohnerzahl in den Ortsteilen. Das ist heute nicht mehr so. Der ganz große Baumboom ist vorbei. Doch wie Bauamtsleiter Fred Fedder berichten kann, gibt es nach wie vor Anfragen von Bauwilligen. Bevorzugt sind die größeren Ortsteile. Wer heute mit offenen Augen durch die Sülzetal-Dörfer fährt, wird feststellen, dass nicht nur die Restflächen in den neuen Wohngebieten bebaut werden, sondern sich auch so manche Lücke in den Straßenzügen der Ortskerne schließt.

In der Diskussion um das Gemeindeentwicklungskonzept im Jahr 2012 wurde klar herausgestellt, die Ortskerne mehr zu beleben, anstatt Wohngebiete auf der "grünen Wiese" zu erschließen. Aus dem Bauamt war aktuell weiterhin zu erfahren, dass ein privater Investor weitere Grundstücke im Wohngebiet "Am Weinberg" schaffen möchte.