Nachdem bereits 80 alte Pappeln aus der Seehäuser Ortseingangsschneise verschwunden sind, steht die nächste große Baumfällaktion am anderen Ende der Gemeinde bereits in den Startlöchern. In Vorbereitung auf die Sanierung des letzten B246a-Abschnitts sollen Richtung Siegersleben in den nächsten 14 Tagen innerorts 22 Linden und Eichen entfernt werden.

Seehausen l Schweres Gerät zieht am Seehäuser Ortsrand seit knapp einer Woche die Stämme von 80 gefällten Pappeln aus der Flur. An der B246a werden sie in Auflieger gestapelt und zur weiteren Holzverarbeitung via Lkw abtransportiert. Das Geäst wird geschreddert. "Bei der Baumschau vor Ort haben wir festgestellt, dass die Bäume in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand waren. An den Pappeln wurde viel Totholz sowie sehr viele hohle Stellen ausgemacht, so dass wir dem Antragsteller, ein Vertreter der Eigentümergruppe, eine Genehmigung erteilt haben", erklärt Katrin Windel von der Naturschutzbehörde des Landkreises auf Nachfrage. Auch jenem zweiten Antrag, 26 Pappeln am Ortsausgang Richtung Schermcke in Höhe der Lebenshilfe-Ostfalen-Werkstatt bis Ende Februar fällen zu dürfen, sei zugestimmt worden, fügt sie hinzu. "Die Kosten werden von den Eigentümern getragen." Beide Pappelabholz-Aktionen seien auch an Ersatzpflanzungsauflagen gekoppelt. "In diesem Fall 1:1. Zu pflanzen sind einheimische Laubbaumarten. Die Eigentümer haben bereits angekündigt, die neuen Bäume ebenfalls wieder entlang des Grabens pflanzen zu wollen", erklärt Sachgebietsleiterin Katrin Windel.

Und während bereits aus Richtung Meyendorf kommend die Holz-Aufräumarbeiten vor der Kulisse der Seehäuser Hy- draulik laufen, sind in der Bördegemeinde weitere Baumfällungen am anderen Ende der Bundesstraße geplant. "Im Zuge des weiteren Ausbaus der sich durch Seehausen schlängelnden B246a müssen vor Beginn der Bauarbeiten 22 Bäume gefällt werden", kündigte Bauamtsleiter Olaf Küpper an. Ersatzpflanzungen sind auch hier fester Bestandteil des Plans.

"In den nächsten 14 Tagen sollen all jene Linden und Eichen, die die Straße zwischen dem Panneturm und dem Ortsausgang Richtung Siegersleben begleiten, weichen", erklärt er. Die Baumfällungen, die laut Küpper in Vorbereitung auf die Sanierungsarbeiten in Regie der Landesstraßenbaubehörde erfolgen, müssten bis Ende Februar abgeschlossen sein. Denn dann greift das Naturschutzgesetz, das große Abholzaktionen aufgrund der ab März einsetzenden Vogelbrutzeit verbietet. Nur in wenigen Ausnahmefällen werden dann noch Fällungen erlaubt.

Der Startschuss zum Abschluss des B246a-Baumarathons auf rund 700 Metern soll hier aller Voraussicht nach im Mai fallen. Bislang hat jedoch der Bund die hierfür beantragten Mittel in Höhe von 550000 Euro noch nicht freigegeben. Der Ausbau des vierten und damit letzten innerörtlich verlaufenden B246a-Abschnitts startet wieder als Gemeinschaftsprojekt zwischen Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) und der Stadt Wanzleben - Börde, die den Anteil für den Ausbau des Gehweges und der Nebenanlagen trägt, erklärte der Amtsleiter. Welche Summe die Stadt an dieser Stelle investieren muss, konnte er auf Nachfrage nicht beziffern.