Wanzleben (skr) l Als Unfall- und Gefahrenquelle hat Klein Wanzlebens Ortsbürgermeister Horst Flügel den äußerst katastrophalen Fahrbahnzustand am B246a-Bahnübergang zwischen Klein Wanzleben und Wanzleben bezeichnet. Auf der jüngsten Stadtratssitzung riss ihm jetzt der Geduldsfaden. Er machte seinem Frust über die Behebigkeit der Behörden, "die hier an den Tag gelegt wird, und dabei nur die Zuständigkeiten hin und her geschoben werden", öffentlich Luft. "Das Gleisbett stellt für alle Verkehrsteilnehmer eine Gefahr da. Die Behörden haben es bislang lediglich geschafft ein Tempo-30-Schild aufstellen zu lassen. Jedoch ist bis heute kein Reparaturtermin in Sicht. Da frage ich mich, ob hier erst ein Motorradfahrer verunglücken muss, ehe hier die tiefen Löcher verfüllt werden?", wetterte er und forderte die Verwaltung auf, im Eiltempo prüfen zu lassen, ob die Stadt in Reparatur-Vorleistung gehen könne. "Hier ist Gefahr in Verzug und keiner kümmert sich. Ich appelliere an die Verkehrssicherheitspflicht", schnaufte er sichtlich genervt über die diesbezüglich bereits seit Monaten anhaltende Debatte zwischen Verkehrsministerium und dem Streckenbetreiber, die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE), die auf die vom Land gesetzten Fristen bislang nicht reagiert hat. Der Zwist liegt bereits vor Gericht. Das Verkehrsministerium pocht als zuständige Eisenbahnaufsichtsbehörde bereits seit 2012 darauf, dass das Eisenbahnunternehmen, das die Zuckerbahnstrecke seit Jahren betreibt, den Übergang endlich repariert. Eine gerichtliche Entscheidung steht noch aus. Stadtratsvorsitzender Claus-Christian Kühne teilte die Sorge des Zuckerdorf-Ortschefs und mahnte, "dass die Verwaltung eine Ersatzvornahme zur Reparatur des Gleisbettes anschieben sollte."

Die Straßenverkehrsbehörde hatte 2013 auch am Wanzleber Bahnübergang Vor dem Schloßtor (L46) Mängel an der Fahrbahn festgestellt. Auch diese Schäden wurden gegenüber der DRE bereits angemahnt. Doch passiert ist auch hier bislang nichts.

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