Die Feuerwehren bleiben ein Schwerpunktthema für die Verbandsgemeinde Obere Aller - sowohl in der personellen als auch in der technischen Ausstattung. Neu eingeführt werden soll in diesem Jahr die Alarmierung per SMS aufs Handy.

ObereAller l Den zuletzt vorhandenen Abwärtstrend hinsichtlich der Mitgliederzahlen in der Gemeindewehr Obere Aller sieht Verbandsbürgermeister Frank Frenkel gestoppt: "Was das angeht, haben wir uns wieder gefangen, die Einsatzabteilungen verfügen derzeit über 351 aktive Kameraden." Das bedeutet zwar noch einmal acht Leute weniger als 2012, aber im Entwicklungsvergleich (2010: 387 Aktive) keinen steilen Abfall mehr. Kinder-, Jugend-, Alters- und Musikabteilungen eingeschlossen, sind insgesamt 616 Feuerwehrmitglieder in den 15 Ortswehren registriert.

"Wobei es genaugenommen noch immer 17 Ortswehren sind, denn die Anschlüsse von Badeleben nach Völpke und Barneberg nach Hötensleben sind noch nicht offiziell vollzogen", so Frenkel. Der Verbandsgemeinderat hatte im vorigen Jahr beschlossen, beide Ortswehren als Löschgruppen in die Nachbarwehren zu integrieren. Es fehlt jedoch das Okay des Innenministeriums. "Mir ist nicht ganz klar, warum sich das mit der Genehmigung so hinzieht", äußert Frenkel sein Unverständnis, "denn zum einen liegt dem Ministerium alles vor, zum anderen lässt es die personelle Lage in beiden Ortswehren schlichtweg nicht zu, sie vorschriftsgemäß zu erhalten. Wir haben die Beschlüsse ja nicht ohne Not gefasst." Momentan stünden keine weiteren Standortfusionen zur Debatte, Frenkel möchte das allerdings "perspektivisch auch nicht gänzlich ausschließen".

Vor dem Hintergrund aktueller Haushaltsplanung und Fortschreibung der Risikoanalyse hat die Verbandsgemeinde den Kauf eines neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr Hötensleben ins Auge gefasst: ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF, das voraussichtlich 2016 zu Buche schlägt. Problem laut Frenkel: "Zuvor müssen die baulichen Begebenheiten am Gerätehaus Hötensleben angepasst werden, das Fahrzeug würde jetzt nicht in die Halle passen." Daher werde entweder angebaut oder ein separates Objekt errichtet.

Eine Neuerung noch in diesem Jahr soll das Rufsystem kräftigen. Frank Frenkel dazu: "Wir wollen die SMS-Alarmierung einführen, die den Kameraden im Einsatzfall dann zusätzlich zu Sirene und Funkmeldeempfänger eine Nachricht aufs Privathandy zukommen lässt." Da aus Kostengründen längst nicht alle Einsatzkräfte mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet sind, sei die SMS-Funktion eine "zweckdienliche Ergänzung".