Wanzleben l Im Ernstfall sind die Kameraden der Wanzleber Feuerwehr noch nie zum Börde-Gymnasium gerufen worden. Doch sollte einmal etwas passieren, wollen die Feuerwehrleute vorbereitet sein. Ein Grund, dass ein Teil der jüngsten Ausbildungsmaßnahme unter Leitung von David Leseberg in das Schulgebäude verlagert wurde. Da die Schule, in der bis zu 700 Schüler unterrichtet werden, zu den Schwerpunktobjekten gehört, stehen so wie diesmal Ortsbegehungen regelmäßig auf dem Programm.

"Wir haben uns speziell die Chemie- und Physikräume angeguckt, da dort ja auch unter anderem Chemikalien lagern, waren aber auch im Hausanschlussraum", erklärte David Leseberg. Der Schulhausmeister Ernst Emme, selbst auch Feuerwehrmann, stand hilfreich zur Seite, um die Kenntnis der Örtlichkeit bei den Kameraden zu verbessern. Geprüft wurde bei der Ortsbegehung auch, wo Fluchtwege, Brandschutztüren und der Sammelplatz der Schüler sind oder wo die Drehleiter im Ernstfall angestellt werden kann.

Die Drehleiter kam auch anschließend bei einer praktischen Übung auf dem Raßbachplatz, der sich unweit des Börde-Gymnasiums befindet, zum Einsatz. "Wir leitern sie am Kulturhaus an", so David Leseberg. Außerdem wurde im Stationsbetrieb die Anwendung von Sonderrohren für Pulver oder Schaum und die Brandbekämpfung geübt. Die Kenntnisse rund um den Digitalfunk wurden ebenfalls wiederholt.

25 Feuerwehrleute nahmen an der Ausbildungsmaßnahme teil. "Die Ausbildungen an den Sonnabenden sind regelmäßig so gut besucht", schätzte Sven Nevermann, Sprecher der Feuerwehr Wanzleben, ein.

Bewusst hat die Wehrleitung die Ausbildungen im Winterhalbjahr zweimal im Monat auf einen Sonnabendvormittag gelegt. Im Sommer vervollkommnen die Feuerwehrleute ihr Wissen jeweils am Abend des ersten und dritten Donnerstags eines jeden Monats.

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