Zwanzig Jahre haben an dem kleinen Dorfteich in Blumenberg Spuren hinterlassen. Einst in Eigeninitiative saniert, reicht einfache Pflege nun nicht mehr aus. Die Blumenberger hoffen auf eine baldige Lösung.

Blumenberg l Ein wenig wehmütig blickt der Blumenberger Udo Hüttenrauch auf den Teich nahe des Dorfplatzes. Er weiß, das Gewässer hat schon bessere Zeiten erlebt. Nämlich im Jahr 1994, als der Teich saniert wurde, und in den Jahren danach.

"Die Sanierung und die anschließende Pflege haben die Blumenberger größtenteils in Eigenleistung realisiert", erinnert er sich als direkter Anlieger. Der Teich wurde ausgebaggert, die Folie neu eingebaut, eine Holzumrandung und ein kleiner Schilfgürtel ordentlich angelegt. Der Teich mit den Bänken rundherum wurde nicht nur zu Arbeitseinsätzen ein Treffpunkt, sondern speziell auch im Winter, wenn er zugefroren war.

Heute, so weiß Udo Hüttenrauch, warnen einerseits Schilder vor dem Betreten, andererseits stellt der Teich mit einer Eisdecke auch eine besondere Gefahrenquelle dar. Das Wasser wechselt nicht nur stetig die Farbe von milchig grau zu grün, sondern stinkt auch regelmäßig und sinkt auch immer wieder ab. Letzteres könnte, wie Udo Hüttenrauch sagt, dazu führen, dass sich unter der Eisschicht Luft bildet, die das Eis schneller brechen lässt. Meistens aber friert der Teich gar nicht mehr zu.

Inzwischen hat sich das Schilf stark ausgebreitet und auch die Folie zeigt Alterserscheinungen, so dass Udo Hüttenrauch eine erneute Sanierung für unumgänglich hält. Die Pflege in Eigeninitiative ist für die Anlieger, nachdem sich das Gewässer so verändert hat, kaum noch zu stemmen. "Wir können das nicht mehr beherrschen, der Teich müsste wieder einmal entschlammt werden", so Hüttenrauch, der sich allerdings die Frage stellt, wo der Schlamm entsorgt werden kann. Ohne Untersuchung des Schlamms, ob er landwirtschaftlich verwertbar ist, geht es auch nicht.

Bei der Verwaltung der Stadt Wanzleben - Börde hat Udo Hüttenrauch längst vorgesprochen und auch die Initiative der Blumenberger Bevölkerung bei der Sanierung angeboten. Bauamtsleiter Olaf Küpper bleibt auf Volksstimme-Nachfrage bei seiner Zusage auf Unterstützung des Vorhabens. "Die Eigeninitiative der Bevölkerung muss man unterstützen", sagt er und wartet nun auf ein Signal aus Blumenberg. Nach seiner Aussage könnte vielleicht ein ortansässiger Landwirt den Schlamm auf seinen Feldern mit unterpflügen.

Mit der Teichsanierung wäre, so Udo Hüttenrauch, ein Anfang gemacht, um den Dorfplatz mit seinen Nebenanlagen wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Aber er entdeckt an vielen Orten des kleinen Dorfes noch einige Schwachstellen mehr, die einmal professionelle Hilfe benötigen.

So könnten die Bänke und die Papierkörbe am Teich und auf dem Dorfplatz mal einen Pinselstrich oder eine Reparatur vertragen. Zwischen dem Dorfplatz und dem Hahneberger Weg oder am Sportplatz haben die Bäume mit ihren Wurzeln die Gehwegplatten hochgedrückt, so dass ein Passieren für Fußgänger sehr beschwerlich ist.

"Es muss ja nicht alles neu gemacht werden, aber eine Begradigung wäre schön", äußert Udo Hüttenrauch einen Wunsch vieler Blumenberger und vermisst auch ein bisschen einen Gemeindearbeiter, so wie es ihn vor Jahren noch gab. Der hätte sich vielleicht nicht nur um die Bänke gekümmert, sondern ihm wäre auch aufgefallen, dass die Bäume an der Schul-straße einmal freigeschnitten werden könnten, so dass sie Fußgänger auf dem Gehweg nicht behindern.