In die Debatte um einen längt fälligen Reparaturtermin für den äußerst maroden Fahrbahnzustand am B246a-Bahnübergang zwischen Wanzleben und Klein Wanzleben kommt Bewegung. Die Verwaltung kündigte gestern an, dass die tiefen Löcher in der nächsten Woche verschwinden sollen.

Wanzleben/KleinWanzleben l Nachdem Klein Wanzlebens Ortsbürgermeister Horst Flügel vor gut einer Woche auf der Stadtratssitzung die Behäbigkeit der Behörden kritisiert hatte, kündigte die Verwaltung gestern an, dass Flickarbeiten geplant sind. Flügel hatte ihnen vorgeworfen, dass "sie es seit Monaten offensichtlich nicht schaffen, den völlig zerfahrenen B246a-Bahnübergang reparieren zu lassen."

Bauamtsleiter Olaf Küpper, der die Auskunft wiederum von Ordnungsamtsleiterin Sylvia Dammering erhalten hatte, sagte: "Die Straßenverkehrsbehörde hat uns Bauarbeiten für nächste Woche angekündigt. Sofern das Wetter mitspielt, sollen die tiefen Löcher am Mittwoch verfüllt werden."Über die Ankündigung, dass die Gefahrenquelle inmitten der Bundesstraße nächste Woche entschärft werden könnte, zeigte sich Ortschef Horst Flügel zufrieden. "Gott sei Dank tut sich hier endlich was. Die Fahrbahn am B246a-Bahnübergang ist einem katastrophalen Zustand. Das Gleisbett stellt für alle Verkehrsteilnehmer eine Gefahr da. Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass sie sich ihre Reifen und Felgen an dem Übergang zerfahren hätten", erzählt der Klein Wanzleber. Während bislang ein Tempo-30-Schild Autofahrer vor der "buckligen Überfahrt" gewarnt hatte, wurde die Höchstgeschwindigkeit von der Behörde jetzt sogar mit einem neuen Schild auf 10 km/h gedrosselt. Unbekannte hatten im Januar die hier aufgestellten Tempo-30-Warnschilder mit massiver Gewalt umgerissen. Die Tafeln lagen in beide Fahrtrichtungen "blind" im Straßengraben. Die Auto- und Lkw-Fahrer donnerten zwei Tage lang ungewarnt und damit ungebremst über die gefährliche Gleisbett-Buckelpiste ehe die Schilder wieder aufgestellt wurden.

Horst Flügel hatte mit Blick auf die bevorstehende Motorradsaison auf der Stadtratssitzung die Verwaltung aufgefordert, im Eiltempo prüfen zu lassen, ob die Stadt in Reparatur-Vorleistung gehen könne. "Muss hier erst ein Motorradfahrer verunglücken, ehe die gefährlich tiefen Löcher verfüllt werden? Hier ist Gefahr in Verzug und keiner kümmert sich", hatte er sichtlich genervt über die dazu bereits seit Monaten anhaltende Debatte zwischen Verkehrsministerium und dem Streckenbetreiber, die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE), zu Bedenken gegeben. Die DRE hat auf die vom Land gesetzten Fristen bislang nicht reagiert. Der Zwist liegt vor Gericht. Das Verkehrsministerium pocht als zuständige Eisenbahnaufsichtsbehörde bereits seit 2012 darauf, dass das Eisenbahnunternehmen, das die Zuckerbahnstrecke seit Jahren betreibt, den Übergang endlich repariert. Eine gerichtliche Entscheidung steht noch aus.

 

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