Wanzleben/KleinWanzleben l Lkw- und Autofahrer ärgern sich seit Monaten beim Überqueren des B246a-Bahnübergangs über den katastrophalen Zustand. Bei der Frage, wer die Buckelpiste denn nun endlich reparieren werde, ist auch Klein Wanzlebens Ortschef Horst Flügel längst der Kragen geplatzt. Auch der Straßenverkehrsbehörde reißt inzwischen der Geduldsfaden. Denn die Reparatur der klaffenden Fahrbahn im Bereich des B246a-Gleisbetts zwischen Klein Wanzleben und Wanzleben, die der Streckenbetreiber gegenüber dem Landkreis nach langem hin und her für diese Woche angekündigt hatte, lässt weiter auf sich warten.

Laut Kathrin Schade von der Straßenverkehrsbehörde hatte die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) als langjähriger Betreiber der Zuckerbahnstrecke das Sanierungsvorhaben sowohl für den Bahnübergang an der B246a als auch für den an der L46 in Wanzleben Richtung Domersleben am 12. Februar für den Zeitraum 24. Februar bis 23. März angemeldet. Und zwar im Rahmen der verkehrsbehördlichen Anordnung.

Erst am Montag hatte die Landkreismitarbeiterin bei der DRE zum zeitlichen Bauablauf nachgehakt. "Schließlich kann die Reparatur nur unter einer halbseitigen Sperrung erfolgen", erklärt Kathrin Schade. Bei dem Telefonat Anfang der Woche hatte sie erfahren, dass das Unternehmen mit Sitz in Berlin noch nach einer Baufirma sucht, die den buckligen Bahnübergang begradigt. "Wir wissen bis heute nicht, ob der Auftrag mittlerweile an einen Baubetrieb vergeben wurde. Ein Reparaturtermin ist jedenfalls noch immer nicht in Sicht und das, obwohl das Wetter dafür derzeit perfekt wäre. Offiziell hat die DRE bis zum 23. März Zeit das Gleisbett zu sanieren. Bleibt zu hoffen, dass sich bis dahin das Wetter hält", sagte sie gestern auf Volksstimme-Nachfrage, merklich hörbar über das langwierige Katz-und-Maus-Spiel mit dem Streckenbereiber verärgert: "Wir telefonieren der Regionaleisenbahn die ganze Zeit hinterher, obwohl das eigentlich umkehrt der Fall sein sollte".

Umso länger die DRE mit der Reparatur wartet, desto teurer kommt ihr die Verzögerung zu stehen. "Denn schon jetzt fallen Kosten für den auf der B246a aufgestellten Schilderwald, der vor der gefährlichen Überfahrt warnt, an", erklärt die Mitarbeiterin. Eine genaue Summe konnte sie gestern noch nicht beziffern. Seit nunmehr zwei Wochen gilt hier für die Querung fast Schrittgeschwindigkeit. "Die Tempo-10-Schilder haben wir aufstellen lassen, weil der marode Bahnübergang eine Gefahrenquelle darstellt und mittlerweile auch schon wieder die Motorradsaison begonnen hat", erklärte sie.