Der Dodendorfer Rolf Busch ärgert sich schon länger, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge über einen Feldweg viel Schmutz in den Ort bringen. Auch kritisiert er das Ergebis einer jüngst beschnittenen Hecke.

Dodendorf l Der Dodendorfer Rolf Busch wohnt in unmittelbarer Nähe eines Feldweges, der sich an die Welsleber Straße anschließt und in Richtung Stemmern und auch Welsleben führt. Der Feldweg wird auch Froser Weg genannt. Vor allem landwirtschaftliche Fahrzeuge fahren hier entlang. Dazu schrieb Rolf Busch an die Volksstimme: "Wir Bürger von Dodendorf nehmen zur Kenntnis, dass die Landwirtschaftsbetriebe mit großen Maschinen arbeiten und die Ernteerträge mit schweren Lkw von den Feldern abtransportieren. Leider muss man feststellen, dass die Feldwege in der Gemarkung Dodendorf nicht den Erfordernissen der heutigen Landwirtschaft angepasst sind", schreibt der Dodendorfer. Doch der Froser Weg sei nun angepasst worden. "Der Feldweg wurde breiter gemacht, in dem man die Hecken und Bäume auf eine vandalistische Art zurückgeschnitten hat. Der Hecken- und Baumschnitt wurde am Feldwegrand oder direkt in die verbliebene Hecke eingelagert", so Rolf Busch. Der Feldweg selber sei bei Heckenschnittarbeiten total zerstört worden. Bei einer Regenperiode würde das Regenwasser, wie es Rolf Busch schon oft beobachtet hat, mit samt dem Wege- und Feldschlamm bis zur Anbindung an die Ortsdurchfahrt L 50 laufen. Mit Natur- und Umweltschutz, Ordnung und Sauberkeit hätte das alles nichts zu tun, so der Dodendorfer.

"Es kümmert sich sonst niemand um den Weg und die Hecke wurde jahrelang nicht beschnitten, so dass für die Fahrzeuge kaum noch ein Durchkommen war."

Jens Kongvongsa

Zum Feldweg Froser Weg wäre noch zu sagen, dass er etwa 1000 Meter von Dodendorf in Richtung Stemmern verläuft. Nach diesen 1000 Metern geht der Weg befestigt und zumeist durch Spurplatten ausgebaut weiter.

In wie weit es auch für die verbliebenen unbefestigten Meter des Froser Weges Hoffnung gibt, dass auch diese befestigt werden, fragte die Volksstimme im Bauamt der Gemeinde Sülzetal nach. "Ein grundhafter Wegeausbau könnte frühestmöglich im Rahmen des beantragten Flurneuordnungsverfahrens ,Südliches Osterweddingen/ Dodendorf` zu erwarten sein. Hierzu müsste sich aber noch eine Teilnehmergemeinschaft gründen und sich zum Flurneuordnungsverfahren bekennen. Zum heutigen Zeitpunkt könnte in keinster Weise ein Termin genannt werden, wann ein grundhafter Wegeausbau beginnen könnte", meinte Bauamtsleiter Fred Fedder.

Erst im vergangenen Jahr habe der Agrar- und Milchhof Stemmern besagten Feldweg auf eigene Kosten aufschottern und verdichten lassen. "Wenn jetzt wieder Schlaglöcher da sind, werden wir diese wieder auffüllen", so Jens Kongvongsa vom Stemmerschen Agrarbetrieb. Eigens für das Beschneiden der Hecke habe sich das landwirtschaftliche Unternehmen vor zwei Jahren einen Heckenschneider angeschafft. "Es kümmert sich sonst niemand um den Weg und die Hecke wurde jahrelang nicht beschnitten, so dass für die Fahrzeuge kaum noch ein Durchkommen war. Zudem ist auf dem Weg für einen Wasserabfluss nicht gesorgt. Weil wir den Feldweg oft nutzen, haben wir etwas daran gemacht, doch wir sind nicht die einzigen Nutzer", meint Jens Kongvongsa.

Rolf Busch kritisiert weiterhin, das beispielsweise bei Strohstransporten viel Dreck im Dorf zurückbleibt. "Hierbei wurde so viel Stroh verloren, dass man annehmen konnte, jetzt wird die Viehwirtschaft auf die L 50 verlegt. Ortsbürgermeister und Ortschaftsräte von Dodendorf scheinen nicht mehr in der Lage zu sein, die Landwirtschaftsbetriebe zu ermahnen, um ihr unseriöses Verhalten hinsichtlich Natur- und Umweltschutz, Sauberkeit und Ordnung zu ändern", so Rolf Busch.

Dem hält Ortsbürgermeisterin Beate Schulze entgegen, dass die Verschmutzungen mehrfach angesprochen und an das Ordnungsamt weitergeleitet worden seien.

Das Ordnungsamt würde in dieser Sache noch abschließend prüfen, so Fred Fedder, der ja seit kurzem auch Ordnungsamtsleiter ist. Andererseits sei es in der Gemeinde gang und gäbe, dass bei starken Verschmutzungen die landwirtschaftlichen Betriebe zur Reinigung aufgefordert werden. Das sei in der Straßenreinigungssatzung klar geregelt. Sollte es wieder zu Verunreinigungen kommen, seien die Bürger aufgerufen, dies auch zu melden.