Für die Stadtrats- und Ortschaftsratswahlen am 25. Mai liegen im Oschersleber Rathaus bisher kaum Kandidatenvorschläge vor. Allerdings haben die Parteien und Einzelbewerber auch noch bis zum 31. März Zeit, die Unterlagen einzureichen. Zudem werden für die Wahllokale der Stadt Oschersleben und der Ortsteile noch reichlich Wahlhelfer gesucht. Etwa 150 werden für einen ordnungsgemäßen Ablauf benötigt.

Oschersleben l Bis zu vier Stimmzettel bekommt am 25. Mai der Wähler in Oschersleben in die Hand gedrückt. Der erste ist für die Europawahl, der zweite für die Kreistagswahl und der dritte für Wahl des Stadtrates. Und in zwölf Oschersleber Ortsteilen gibt es noch einen vierten Stimmzettel für die Wahl eines Ortschaftsrates. Wobei für das Europaparlament nur mit 18 Jahren aufwärts abgestimmt werden darf, während für die kommunalen Gremien auch die 16- und 17-Jährigen stimmberechtigt sind.

Und damit auf all den Stimmzetteln auch Parteien und Personen zur Auswahl stehen, müssen dieser Tage die Kandidatenvorschläge eingereicht werden. Während das für die Wahlen zum Europaparlament und zum Kreistag außerhalb der Stadtgrenzen organisiert wird, müssen für den Stadtrat und die Ortschaftsräte die Parteien ihre Vorschlagslisten sowie die Einzelbewerber ihre Unterlagen nebst Unterstützungsunterschriften im Oschersleber Rathaus einreichen. Und zwar bis zum 31. März, 18 Uhr.

"Bisher liegen nur ein paar Bewerbungen von Einzelkandidaten vor, beispielsweise aus Klein Oschersleben und Hornhausen", sagt Bürgermeister Dieter Klenke (parteilos) , der Wahlleiter ist und Hauptamtsleiterin Christiane Klare als stellvertretende Wahlleiterin an seiner Seite hat.

Parteien und Einzelbewerber bereiten derzeit Unterlagen vor

Wobei Klenke keinesfalls beunruhigt ist, dass noch nicht mehr Kandidatenunterlagen vorliegen. "Ich weiß beispielsweise, dass der Oschersleber CDU-Ortsverband am Mittwochabend seine Kandidatenliste für die Wahlen zum Stadtrat aufgestellt hat und sicherlich demnächst einreichen wird", so Klenke. Auch die anderen Parteien seien derzeit dabei, ihre Kandidatenvorschläge zu beschließen. Und der wahlleitende Bürgermeister weiß zudem, dass derzeit auch in den Ortsteilen Parteien, Listenvereinigungen und Einzelbewerber dabei sind, ihre Wahl-Unterlagen vorzubereiten.

Wahlausschuss tritt am 1. April um 16 Uhr zusammen

So dass Klenke so gut wie sicher ist, dass der Wahlausschuss der Stadt Oschersleben für alle zu wählenden Gremien genügend Wahlvorschläge vorliegen hat, wenn dieser Ausschuss am 1. April um 16 Uhr zusammenkommt, um die eingereichten Unterlagen zu sichten und zu bestätigen. Sollten sich jedoch möglicherweise für den einen oder anderen Ortschaftsrat doch nicht genügend Kandidaten finden, würde es zeitnah eine Nachwahl geben. Wovon Dieter Klenke aber derzeit nicht ausgeht.

Etwas mehr Sorgen bereitet Klenke die Besetzung der Wahlvorstände. "Wir haben 22 Wahllokale und damit 22 Wahlvorstände mit jeweils sechs bis acht Personen zu besetzen", wie der Wahlleiter sagt und Interessenten bittet, sich im Rathaus zu melden. Die würden nicht aus den jeweiligen Orten, noch nicht einmal aus der Region kommen müssen. "Sie bekommen auch eine Aufwandsentschädigung von 37 Euro für diesen Tag", sagt Klenke, dem unter anderem der eine oder andere gestandene Wahlhelfer in diesem Jahr abhanden kommt, weil dieser eine oder andere selbst kandidiert. "Und wer kandidiert, darf natürlich nicht im Wahlvorstand mitarbeiten", so der Wahlleiter, der überdies ankündigt, dass es bei diesen Wahlen wieder in der Puschkinschule zwei Wahllokale geben wird, die wegen der Sanierungsarbeiten beim Freibad-Bürgerentscheid in die Bibliothek beziehungsweise in das evangelische Gemeindehaus verlegt worden waren.

Und neu ist in Oschersleben auch, dass es ein zusätzliches Wahllokal in der Geschäftsstelle der Volkssolidarität (An der Wasserrenne 4) geben wird. "Auf den Wahlbenachrichtigungskarten, die den Wählern demnächst zugeschickt werden, erfährt jeder, wo sich sein Wahllokal befindet", sagt Klenke.