Ordnung und Sauberkeit im Ort waren die wichtigsten Themen des Montagsgesprächs in der DRK-Begegnungsstätte Langenweddingen. Bürgermeister Jörg Methner stand den Senioren Rede und Antwort.

Langenweddingen l Ja, auch die Neugierde war es, die doch etliche Männer und Frauen gestern Nachmittag zum Montagsgespräch in die DRK-Begegnungsstätte Langenweddingen lockte. Sie alle waren neugierig auf den neuen Bürgermeister Jörg Methner. Noch nicht einmal 100 Tage ist er im Amt. "Es werden wohl nicht einmal 100 Monate reichen, um all die Probleme der Gemeinde zu lösen", meinte das Oberhaupt des Sülzetals.

Wie ein roter Faden zogen sich die Themen Ordnung und Sauberkeit durch das Montagsgespräch. Und gerade die Sauberkeit würde an vielen Stellen im Ort mehr als zu wünschen übrig lassen. Ob es nun leere Flaschen, Plastetüten oder Papier sind, sie werden einfach fallen gelassen, zieren Gehwege oder die Bushaltestellen. Ganz zu schweigen vom Hundekot, der ebenso für viele Bürger ein großes Ärgernis ist. "Wir sind von Feldern umgeben. Warum können die Hundebesitzer mit ihren Tieren nicht in die Feldmark gehen?", wurde in die Ruhe gefragt. Stattdessen landen die Hundehaufen in den Grünanlagen oder sogar in den Kellerfenstern. Jörg Methner appellierte in dieser Hinsicht an die Zivilcourage der Bürger. "Warum nicht die Verursacher des Mülls oder der Hundehaufen ansprechen und sie darauf hinweisen, dass sie ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen haben", meint der Bürgermeister. "Für ein sauberes Sülzetal zu sorgen, in dem es sich gut leben lässt, dazu sind alle Bürger aufgerufen", so Jörg Methner.

Doch genau wie die Hundebesitzer den Kot ihrer Tiere beseitigen sollten, müssten dies auch die Pferdebesitzer tun. Die "Pferdeäppel" auf der Straße seien die gleiche Sauerei, meinen die Teilnehmer des Montagsgesprächs.

Jörg Methner kam auch auf die "Spätschicht" des Ordnungsamtes zu sprechen. Gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern dreht Ordnungsamtsmitarbeiter Heiko Peiser seine Runden durch die Dörfer. Auch das sei ein Schritt, um für mehr Ordnung und Sauberkeit im Ort zu sorgen.

Auch wenn den Langenweddingern bewusst ist, dass sie nun einmal auf Land leben und damit auch mit den Gerüchen leben müssen, werden die Gerüche, die beim Ausbringen der Gülle entstehen, doch zur Belästigung. Erst recht, wenn es den Anschein hat, dass die Gülle immer an der gleichen Stelle ausgebracht wird.

Hausaufgabe für den Bürgermeister wird es sein, hier zu klären, was rechtlich und aus Seiten des Umweltschutzes erlaubt ist.

Ein weiteres Ärgernis für viele ordnungsbewusste Langenweddinger sind die Containerstellplätze. Nicht selten werden diese Flächen zum Mülllagerplatz.

Jörg Methner berichtete im Montagsgespräch auch über die Änderungen im Betriebshof. "Es muss bei den Mitarbeitern mehr ins Bewusstsein gerückt werden, dass wir als Gemeinde Dienstleister für die Bevölkerung sind. Stehen besondere Aufgaben in den acht Ortsteilen an, werden die Mitarbeiter aus den einzelnen Ortschaften zusammengezogen und die Aufgaben werden gemeinsam erledigt. Erste Fortschritte sind bereits zu erkennen, die acht Dörfer sind wieder sauberer", meint Jörg Methner. Er musste allerdings auch feststellen, dass die technische Ausstattung des Bauhofes sehr zu wünschen übrig lässt. Hier gäbe es einen großen Nachholebedarf.

Zu guter Letzt brachte Erika Walter noch einen Vorschlag ein: "Warum rufen wir nicht alle Sülzetaler zum Frühjahrsputz auf, ähnlich wie es früher den Subbotnik gab?", so die Langenweddingerin.

Jörg Methner schlug in dieser Hinsicht vor, den Frühjahrsputz vielleicht über die Vereine zur organisieren.