Die Mitglieder des Klein Wanzleber Freibadfördervereins rufen in Vorbereitung auf die Badesaison zu insgesamt zwei Arbeitseinsätzen auf. Indes steht eine Stadtratsentscheidung zur Frage rund um die Eintrittspreis-Kalkulation noch aus. Nachdem hier bereits im Vorjahr an der Eintrittskostenschraube gedreht worden war, lehnt der Zuckerdorf-Ortschaftsrat eine erneute Erhöhung ab.

KleinWanzleben l "Der Vorstand des Fördervereins ,Schwimmbad 1955` hofft bei beiden Frühjahrsputzaktionen natürlich wieder auf die tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung", erklärt Ortsbürgermeister Horst Flügel, der das nächste Mitgliedertreffen bereits für den 26. März ab 19 Uhr im Sportlerheim ankündigt.

Die beiden Aktionen sollen am 26. April und 11. Mai, jeweils ab 10 Uhr auf dem Freibadgelände starten, "zu denen jeder Helfer willkommen ist", fügt der Ortschef hinzu. Spielt das Wetter mit, heißt es am 15. Mai: anbaden. "Bis dahin wollen wir die Außenanlagen wieder auf Vordermann bringen", sagt Vereinsvorsitzender Flügel. Als Höhepunkt der Badesaison planen die 35 Mitglieder für den 5. Juli ein Schwimmbadfest.

Bis zur Eröffnung des Schwimmbades Mitte Mai müssen sich die Stadträte noch über die Gestaltung der Eintrittspreise einig werden. Im Vorjahr waren sie für das Zuckerdorf-Freibad angehoben worden, um die Einnahmen zu verbessern. "Mit dieser Preiserhöhung hat sich der Ortschaftsrat aktuell dafür entschieden, die Tickets in diesem Jahr nicht teurer werden zu lassen, sondern es bei dem Preisniveau des Vorjahres zu belassen", berichtet Horst Flügel.

Laut der Freibad-Statistik des Bauamtes hatte das Klein Wanzleber Freibad im Vorjahr rund 9200 Besucher angelockt. Das Defizit lag damit bei 37508 Euro. "Pro Badegast macht das ein Defizit von 4 Euro und 8 Cent", rechnet Bauamtsleiter Olaf Küpper. Zum Vergleich: "Die pro-Besucher-Bezuschussung für das Wanzleber Spaßbad lag 2013 bei 31674 Gästen immer noch bei 4,26 Euro." Damit lag der Zuschussbedarf, den die Stadt 2013 für das beheizte Bad als Finanzspritze "abdrücken" musste bei 135000 Euro. Die Defizite beider Freibäder würden neben den laufenden Betriebs- auch die saisonalen Personalkosten beinhalten, erklärt Bauamtsleiter Olaf Küpper die Zahlen.

Für beide Badeanstalten gab die Stadt zuletzt insgesamt rund 172500 Euro aus. Im Wanzleber Bad waren die Eintrittspreise im Vorjahr nicht erhöht worden. In der Frage um die Kalkulation für die diesjährige Spaßbadsaison sind heute Abend um 19 Uhr die Wanzleber Ortschaftsräte gefragt.

Die Klein Wanzleber Freibadvereinsmitglieder erklären derweil, dass sie wie auch schon in den Vorjahren bei der Betreibung des Klein Wanzleber Bades helfen werden. "Zum Beispiel an der Kasse", erklärt Flügel den Einsatzplan. In der Personalfrage habe man sich dafür ausgesprochen, dass das Freibad auch in diesem Jahr mit eigenen bereits vorhandenen Kräften betrieben werden soll, hieß es. "Der Hintergrund, auf das bewährte Mitarbeiter-Modell zurückzugreifen, ist nicht nur die zu gewährleistende Qualifikation, wie beispielsweise die Ausbildung als Rettungsschwimmer, sondern auch der, dass wir keinen extra Personalposten schaffen und Geld für eine Neuanstellung ausgeben wollen", erklärte Flügel die Entscheidung.

   

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