Die große Grundschuldiskussion hat in Völpke längst stattgefunden - bekanntermaßen mit dem schlechteren Ende für die Gemeinde, die ihr Schulhaus bereits im vorigen Sommer schließen musste. Noch immer allerdings besteht die Hoffnung auf einen Neuanfang unter freier Trägerschaft.

Völpke l "In diesem Jahr wird das zwar nichts mehr, aber der freie Träger ist noch nicht vom Tisch", gibt sich Bürgermeister Wolfgang Smolin ungebrochen kämpferisch. Er erhalte aus der Gemeinde und der Umgebung weiterhin Zuspruch für das Ansinnen. Das Elterninteresse sei nach wie vor vorhanden, die Zahl der Einschüler in den nächsten Jahren sei vielversprechend, so Smolin. Es bleibe jetzt auch abzuwarten, "was im Umfeld angesichts der Landesschulpläne noch passiert und ob sich dadurch andere Voraussetzungen für uns ergeben."

Letztlich sei es eine Entscheidung des Trägers, in diesem Fall der Bildungsgesellschaft Oskar-Kämmer-Schule, mit der die Gemeinde schon ein fertiges Konzept ausgearbeitet hat, ob ein Antrag auf freie Schulträgerschaft gestellt wird. 2013 war der Plan auf Eis gelegt worden, weil die von der Kämmer-Schule gewünschte Mindestzahl von 14 Einschülern knapp nicht zustande kam. Eine endgültige Absage des Trägers gebe es nicht.

Nicht nur Hoffnung, sondern auch Groll hegt der Bürgermeister darüber, dass sich die Gemeinde überhaupt in dieser Situation befindet: "Das war und ist eine falsche Entscheidung, aber dennoch wird sie leider nicht zurückgenommen." Er erinnert außerdem an den Auslöser, der zu der Debatte um die Grundschulstandorte in der Oberen Aller geführt hatte: "Da ging es plötzlich um ein Förderprogramm für die Sanierung der Hötensleber Schulsporthalle, in das die Verbandsgemeinde dann gar nicht aufgenommen wurde."