Viel Lobenswertes kann über die Osterweddinger Feuerwehr berichtet werden. Die Kameraden stellen sich den anspruchsvollen Aufgaben. Doch auch sie müssen das Thema Nachwuchs im Auge behalten.

Osterweddingen l Das Feuerwehrgerätehaus der Osterweddinger Feuerwehr liegt inmitten des Industrie- und Gewerbegebietes. Damit haben die Kameraden sozusagen direkt vor der Haustür ihr Hauptaufgabengebiet, wo nicht unerhebliche Gefahrenquellen im Falle eines Falles lauern. Doch die Osterweddinger Wehr ist top gerüstet oder besser ausgedrückt: Ausgebildet auf hohem Niveau. Das machte der stellvertretende Ortswehrleiter Mario Schulz im Rechenschaftsbericht während der Jahreshauptversammlung deutlich.

Bevor Mario Schulz Fakten und Zahlen sprechen ließ, hatte Ortswehrleiter Dieter Krüger neben den aktiven Kameraden und den Mitgliedern der Jugendwehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung auch Abschnittsleiter Ralf Lange, Erich Wasserthal vom Landesfeuerwehrverband, Ulf Nohr vom Feuerwehrverband "Börde", Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner und Osterweddingens Ortsbürgermeister Wolfgang Kettner begrüßt.

Wie Mario Schulz berichtete, gehören der Feuerwehr Osterweddingen insgesamt 52 Mitglieder an. Diese Zahl gliedert sich neun Jungen und Mädchen der Jugendwehr, 21 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung sowie "32 aktiven Kameraden, die rund um die Uhr im Einsatz sind", stellte Mario Schulz fest. Die geschaffenen Strukturen der Gemeindewehr Sülzetal seien gut gewachsen. Auch habe sich die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr gebessert.

Die Osterweddinger Wehr habe im vergangenen Jahr 56 Einsätze geleistet. Darunter waren 34 Brände und 18 Hilfeleistungen. Damit kämen die Kameraden auf 1493 Einsatzstunden. Die durchschnittliche Ausrückezeit liege bei fünf Minuten. Hinzu kommen 3742 Ausbildungsstunden. "Rechnen wir diese durch acht Stunden und die 32 Einsatzkräfte, dann hat jeder Kamerad rund 15 Arbeitstage in der Feuerwehr verbracht", hatte der stellvertretende Wehrleiter errechnet.

Auch die Osterweddinger Kameraden haben während der Flutkatastrophe in Sachsen-Anhalt bewiesen, dass auf sie Verlass ist. Doch während der Jahreshauptversammlung am Sonnabendabend wurden jene, die zu Hause geblieben waren, ebenso hervorgehoben, denn sie haben die Einsatzbereitschaft, die vor Ort genauso wichtig war, abgesichert.

Nicht nur in den eigenen Reihen sind die Kameraden aktiv. Hervorzuheben sind hier beispielsweise Frank Penndorf als Ausbilder Digitalfunk, Christina Krüger als stellvertretende Frauensprecherin oder Alexander Herms, Leiter Wettbewerbe. Abschnittleiter Ralf Lange hatte vor allem die hohe Zahl der Atemschutzgeräteträger gelobt. Die 19 Kameraden absolvieren zudem regelmäßig die Überprüfung.

Mit noch 32 aktiven Kameraden stehe die Wehr auf einem noch hohen Niveau und doch verschließt die Wehrleitung die Augen nicht vor den Nachwuchssorgen. " Es wäre schön, wenn aus den vielen Besuchern unserer Website einige aktive Kameraden werden würden", meinte Gemeindewehrleiter Marco Dahlke.

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