KleinRodensleben l Auf ein ereignisreiches Jahr hat Klein Rodenslebens Ortswehrleiter Danny Theuerwasser auf der jüngsten Jahreshauptversammlung zurückgeblickt. "Dabei geht es mir nicht nur um Einsätze und Übungen, sondern dazu gehört auch unsere Aus- und Fortbildung sowie die aktive Mitgestaltung von Veranstaltungen und Anlässen. Um diese vielfältigen Aufgaben zu bewältigen, bedarf es einer starken Truppe, die, wie ich meine, wir zweifellos sind." Die Wehr zählt derzeit 37 aktive Kameraden, darunter fünf Frauen. 13 passive und neun Jugendfeuerwehrmitglieder lassen die Wehr auf 59 Kameraden wachsen.

"Das hört sich zwar sehr gut an, aber auch wir kämpfen gegen schwindende Mitgliederzahlen. Im Vorjahr hatten wir statt 37 noch 43 aktive Kameraden. Jener Trend ist mittlerweile schon in fast jeder Wehr zu beobachten. Dagegen muss etwas getan werden. Wir alleine können dem nicht entgegenwirken. Allein der Landkreis Börde hat innerhalb von fünf Jahren zwischen 2008 und 2013 über 500 Kameraden verloren. Das finde ich sehr bedenklich, denn eine Besserung ist nicht in Sicht. Dafür gibt es viele Gründe Arbeit, Familie, Wohnung usw.. Auch wir sind davon betroffen. Auch uns fehlt der Nachwuchs, der die Zukunft der Wehr bestimmt", erklärt Danny Theuerwasser.

In punkto Ausbildung verkündete er, dass alle Aktiven ihre komplette Grundausbildung und über zwei Drittel den Sprechfunkerlehrgang absolviert haben.

"Desweiteren haben wir 16 Truppführer, 15 Maschinisten, 12 Atemschutzgeräteträger, drei Gruppenführer und einen Zugführer. Knackpunkt hierbei bleibt nach wie vor die Weiterbildung im Digitalfunk. Um freigeschaltet werden zu können, müssen 80 Prozent der Truppe an der Sprechfunker-Weiterbildung teilgenommen haben. An dieser Marke sind wir nah dran. An welcher Zahl wir zudem arbeiten müssen, ist die der Atemschutzgeräteträger. Von 12 Kameraden können momentan nur 9 eingesetzt werden."

In diesem Jahr sind die Wehrleute schon zu drei Einsätzen ausgerückt.

"Zu einem Schuppenbrand am 2. Januar sowie zu zwei Umwelteinsätzen wegen ausgelaufener Fahrzeugflüssigkeiten, die auf der Fahrbahn abgebunden werden mussten", berichtet der 38-Jährige, der seit 20 Jahren bei der Wehr ist.

So viele Einsätze wie in den vergangenen fünf Jahren nicht

Im Vorjahr waren die Klein Rodensleber zu einer Übung in die Kita "Biene Maja" und zu 12 Einsätzen, wie im Mai zum Wohnhausbrand in Groß Rodensleben sowie zu Hochwassereinsätzen in die Kiesgrube Farsleben, am Glindenberger Deich oder in Wolmirstedt am Handwerkerring, gerufen worden.

"So viele Einsätze hatten wir zusammengerechnet in den vergangenen fünf Jahren nicht", rechnet er.

"Im Durchschnitt waren wir mit zwölf Kameraden zu jeder Tageszeit im Einsatz. Wir sind einige der wenigen Feuerwehren unserer Stadt, die 24 Stunden einsatzbereit sind." Die Blauröcke waren mit über 400 Stunden am Hochwassereinsatz beteiligt. "Dem nicht genug hatten wir noch während des Katastrophenschutzeinsatzes einen Stallbrand am 12. Juni im Ort zu löschen", erinnert er sich.

Auch zum Brand der Windkraftanlage am 27. Oktober Richtung Groß Rodensleben rückten die Brandschützer aus.

"Unsere Feuerwehr war 2013 rund 650 Stunden im Einsatz. Eine beachtliche Zahl, an der die Hochwasseralarmierungen natürlich den größten Anteil haben. Zusammengefasst hat die Wehr rund 1800 Stunden an Leistung erbracht, dafür möchte ich mich bedanken. Ich bin stolz darauf, seit sechs Jahren Wehrleiter dieser Truppe sein zu dürfen", sagte Danny Theuerwasser dankend zum Abschluss seiner Jahresbilanz von 2013.