Insgesamt 22588 Dienststunden haben die Mitglieder der Ausleber Feuerwehr 2013 geleistet. Das gehörte zur Bilanz, die die Brandbekämpfer während ihrer Jahresversammlung gezogen haben.

Ausleben l 13 Einsätze haben die Mitglieder der Ausleber Feuerwehr im vergangenen Jahr absolviert. Dabei waren unter anderem ein Wohngebäudebrand in Wulferstedt, ein schwerer Verkehrsunfall und die Rettung einer Katze. "All das wurde aber von den Tagen der Hochwasserbekämpfung überschattet", wie Wehrleiter Clemens Köhler in seinem Bericht an die Jahresversammlung sagte. Er erinnerte daran, dass Ausleber Feuerwehrleute zwölf Tage im Dauereinsatz waren, um Wolmirstedt vor den Wassermassen zu schützen. Köhler dankte allen Mitglieder der Wehr für diese Einsatzbereitschaft und auch denen, die in Ausleben geblieben waren, um die Einsatzbereitschaft vor Ort zu gewährleisten.

Vor den Teilnehmern der Jahresversammlung, zu denen auch Gäste wie beispielsweise die Vorsitzenden des Landes- und des Kreisfeuerwehrverbandes, Lothar Lindecke und Ulf Nohr, gehörten, sagte Clemens Köhler weiter: "Die digitale Funktechnik war bei den Einsätzen, der Ausbildung und natürlich im Hochwasser-einsatz ein großer Pluspunkt." Und da im Jahr 2013 noch einmal 24 Feuerwehrmitglieder den Digitalfunk-Lehrgang absolviert haben, "ist nun ein Großteil der aktiven Mitglieder der Wehr an der modernen Technik ausgebildet".

Insgesamt haben Ausleber Feuerwehrleute im Vorjahr 72 Lehrgänge auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene absolviert. "Mit der Standortausbildung, Jugend- und Kinderfeuerwehr, Einsätzen, vier Einsatzübungen, Brandschutzerziehung und noch einigem mehr kommen wir auf insgesamt 22588 Dienststunden." Köhler rief alle Ausleber Feuerwehrleute auf, die Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung zu nutzen. "Wer nicht ausreichend an der Ausbildung teilnimmt, kann auch keine Einsätze mitfahren", so sein Resümee.

Zum Ende des Jahres hatte die Einsatzabteilung der Wehr 51 Mitglieder. "Diese Zahl wird sich 2014 verringern. Damit steigt auch das Durchschnittsalter in der Einsatzabteilung. Wir haben nicht genügend jugendlichen Nachwuchs, um die Reihen der Einsatzabteilung aufzufüllen", so Köhler. "Bei der Nachwuchsgewinnung heißt es, neue Wege einzuschlagen."

Köhler formulierte in seinem Bericht aber auch Kritik in Richtung der Verbandsgemeinde: "Wurden im zurückliegenden Jahr wieder Ausrüstungsgegenstände und Schutzbekleidung bestellt und zugesagt, lassen diese aber bis heute auf sich warten."

Zur Kinderfeuerwehr gehören neun Mädchen und zwei Jungen

"Die Kinderfeuerwehr bestand zum 31. Dezember aus neun Mädchen und zwei Jungen", begann Cordula Weirich ihren Bericht über die Arbeit der Jüngsten in der Wehr. Der Nachwuchs trifft sich mit den Betreuern jeden Sonnabend in der Zeit von 10 bis 11.30 Uhr. "Neben Spaß und Spiel stehen hier Ausbildungsthemen vom Brandschutz bis zur Ersten Hilfe im Mittelpunkt", wie Cordula Weirich sagte. Wieviel die Kinder schon gelernt haben, habe sich beim Grisu-Tag der Nachwuchswehren der Verbandsgemeinde gezeigt. Sieben Kinder legten 2013 das Wissensabzeichen in Gold ab, zwei in Silber und drei in Bronze. "Dieses gute Ergebnis wollen sie in diesem Jahr natürlich verteidigen", so Weirich.

Auch die Jugendfeuerwehr könne auf "beachtliche Erfolge" zurückblicken, wie Svenja Derzbach und Jonas Kluge mitteilten. So belegten die Jugendlichen beim 2013er Orientierungsmarsch den 2. Platz. Die Jugendlichen nutzten die Mitgliederversammlung, um sich bei ihrem Betreuerteam mit kleinen Präsenten zu bedanken. "Neben ihren Stunden in der Einsatzabteilung haben sie viele Stunden mit uns verbracht. Dafür möchten wir uns bedanken."

Im Anschluss berichtete Cindy Heicke, dass der Frauengruppe momentan 36 Mitglieder angehören. Ob in der Einsatzabteilung, in Leitungsfunktion der Kinder- und Jugendfeuerwehr oder in der Alters- und Ehrenabteilung, "überall sind die Frauen vertreten", so Cindy Heicke. Sportliche Aktivitäten wie Line Dance oder Bowling, Radtouren und Wanderungen runden das Angebot der Frauengruppe ab, die im nächsten Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiern wird.

Nach Grußworten der Gäste und nachdem der stellvertretender Wehrleiter Mike Schannor einen Überblick über die Ziele der Aus- und Weiterbildung im Jahr 2014 gegeben und angekündigt hat, dass die Wehr auch in diesem Jahr die Brandschutzerziehung in der Grundschule fortsetzen werde, wurden viele Ausleber Feuerwehrleute ausgezeichnet beziehungsweise befördert (siehe Informationskasten).