Der Rückbau eines Stücks Fußwegs im Eilsleber Lindenweg hat bei Volksstimme-Leser Gerhard Kellner Unmut hervorgerufen. "Ein Schildbürgerstreich", meint der Anwohner und fragt, warum anstelle des Bürgersteigs nun eine Absperrung vorhanden ist.

Eilsleben l "Hätte man nicht eine andere, vernünftigere Lösung finden können, als einen seit mindestens 15 Jahren bestehenden Fußweg zu kappen, um da einen Bauzaun aufzustellen?", äußert Gerhard Kellner gegenüber der Volksstimme sein Unverständnis für die Situation im Lindenweg. "Wir als Anwohner müssen den Weg über eine Kante verlassen oder schmales unbefestigtes Terrain betreten. Abgesehen davon, dass Rad- und Rollatorfahrer Probleme bekommen."

Objekt des Anstoßes ist ein umzäuntes, direkt an der Straße gelegenes Baugrundstück. Ein Absperrband flattert dort der Länge nach über Schotter, wo vor kurzem bauvorbereitend das Gehwegpflaster an der Zufahrt entfernt wurde. "Da hat doch jemand geschlafen, das ist meiner Meinung nach der Kategorie Schildbürgerstreich zuzuordnen", schimpft Gerhard Kellner, "mich würde interessieren, wie das jetzt weitergehen soll."

Bürgermeister Manfred Jordan erklärt auf Nachfrage, warum die Absperrung auch den vermeintlich öffentlichen Gehwegbereich einschließt: "Eine Vermessung im Zuge des Grundstücksverkaufs hat ergeben, dass der Fußweg noch mit zum Grundstück gehört, von daher also eine private Fläche ist." Das Angebot der Gemeinde, "die paar Quadratmeter zurückzukaufen", sei abgelehnt worden. Im Gegenzug, so Jordan weiter, habe der Eigentümer jedoch zugesagt, den Weg selbst neu verlegen zu lassen. Bis dahin müsse man wohl mit der Situation zurechtkommen.

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