Oschersleben (spt) l Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wird die Stadt Oschersleben rund 250000 Euro kosten. "Wir haben das Glück, im Haushalt einen Überschuss auszuweisen. Dieser wird natürlich aufgebraucht werden", sagte der Bürgermeister der Bodestadt, Dieter Klenke, gegenüber der Volksstimme. Außerdem betonte das Stadtoberhaupt: "Wir können damit umgehen. Ich bedauere nur andere Gemeinden, die keinen ausgeglichenen Haushalt vorweisen können und das Paket jetzt irgendwie schultern müssen."

236 städtische Mitarbeiter, ob in der Oschersleber Verwaltung, in den Kindertagesstätten oder in den Bädern der Stadt, könnten sich nun über mehr Geld in der Lohntüte freuen. Entlassungen werde es dagegen nicht geben. "Wir sind aber dabei zu prüfen, wie welche Aufgaben umverteilt können, um weiter Geld einsparen zu können", erklärte der Bürgermeister.

Außerdem begrüßte Dieter Klenke die weitere Angleichung der Löhne in Ost- und Westdeutschland, die der Tarifabschluss mit sich gebracht hat.

Unter dessen stellte das Stadtoberhaupt klar, dass befristete Arbeitsverhältnisse in Oschersleben die absoluten Ausnahmefälle bleiben. "Alle Arbeitsverträge sind in der Regel unbefristet", betonte er. Anders sei das in den städtischen Kindertagesstätten, wo ständig ändernde Betreuungsschlüssel gewährleistet und in Krankheitsfällen schnell reagieren werden müsse.

Die Tarifpartner im öffentlichen Dienst hatten sich am Dienstag geeinigt. Demnach bekommen die Beschäftigten in diesem Jahr ein Plus von drei Prozent. 2015 sollen die Gehälter um 2,4 Prozent steigen.