Die Beratungsstelle, die die Lebenserleichterung im Alter durch Technik zum Ziel hat, etabliert sich immer mehr in Wanzleben. Erste Beratungen haben stattgefunden, die nächsten Höhepunkte sind geplant.

StadtWanzleben-Börde l Im feierlichen Rahmen soll die Kommunale Beratungsstelle "Besser leben im Alter - durch Technik" der Stadt Wanzleben - Börde am 23. April offiziell eröffnet werden. Beginn der Veranstaltung ist um 10 Uhr im Rathauskeller in Wanzleben. Ab dem 6. Mai planen der Leiter der Beratungsstelle, Thomas Schatz, und sein Mitarbeiter Klaus Jacobs regelmäßige Beratungstage im Rathauskeller. Diese sollen dann jeweils dienstags von 11 bis 13 Uhr stattfinden. "Unser Ziel ist es, die Beratungsstelle mit Leben zu erfüllen, unter anderem auch, indem wir regelmäßige Öffnungszeiten anbieten", erklärt Klaus Jacobs.

Doch auch in den ersten Wochen, nachdem die Beratungsstelle ins Leben gerufen worden ist, waren die beiden Herren der Beratungsstelle nicht untätig. "Wir haben schon einiges erreicht", ist sich Thomas Schatz sicher. Währenddessen öffnet er einen "wundersamen" Koffer, mit dem er inzwischen häufiger unterwegs ist, um auf kleine technische "Helferlein" aufmerksam zu machen, die den Alltag erleichtern. "Es gibt noch mehr als das Elektrofahrrad", merkt der Beratungsstellenleiter an.

Beispiele sind ein Schlüsselfinder, ein steckbares Rampensystem oder sogenannte Möbelerhöher, die vier ineinandergesteckten Blumentöpfen ähneln. Auch den Stöpsel für das Waschbecken, der das Überlaufen verhindert, die Seniorentelefone, das Nachtlicht mit Bewegungsmelder, den Badewannengriff, den elektronischen Tablettenspender oder das Bügeleisen "auf Füßen" empfehlen Thomas Schatz und Klaus Jacobs gern. "Bei meinen bisherigen Beratungen habe ich festgestellt, dass jeder Anwesende, egal wie alt er war, etwas zur Erleichterung des Alltags hätte gebrauchen können", berichtet Thomas Schatz von seinen Erfahrungen.

Das Ziel der Beratungsstelle ist grundsätzlich, den Betroffenen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie in ihren eigenen vier Wänden alt werden können. Wichtige Voraussetzung dafür, so erklärt Thomas Schatz, ist einerseits die Barrierefreiheit der Räumlichkeiten, andererseits sollten aber auch kleine moderne Technologien als Helfer vorhanden sein. "Wir können in beiden Richtungen beraten, wollen aber vor allem auch die Angst vor der Technik nehmen", fügt er hinzu. Zu den Zielgruppen gehören nicht nur Senioren, die über 80 Jahre alt sind, sondern auch die Jüngeren, die sich auf diese Altersphase erst vorbereiten.

Um die potenziellen Nutznießer ihrer Arbeit auf sich aufmerksam zu machen, haben Thomas Schatz und Klaus Jacobs begonnen, ein Netzwerk aufzubauen. Im Rahmen dessen haben sie mit Trägern der Wohlfahrtspflege, Seniorenverbänden und Unternehmen der Wohnungswirtschaft Kontakte geknüpft. Für die Hausärzte der Stadt Wanzleben - Börde ist eine Schulung unter dem Thema "Altersmedizinisches Fallmanagement und Technik zum Wohnen im Alter" angedacht. "Wichtig ist uns auch, dass wir in den Ortsteilen bekannt werden", unterstreicht Thomas Schatz.

Mit der kommunalen Beratungsstelle ist die Stadt Wanzleben - Börde Teil eines Modellprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das über zwei Jahre gefördert wird. Insgesamt sind deutschlandweit 22 Kommunen daran beteiligt.

Erreichbar ist die Beratungsstelle im Gebäude 2 der Stadtverwaltung, Roßstraße 44, telefonisch unter der Nummer 039209/44763. Die E-Mail-Adresse ist kbs@wanzleben-boerde.de.