Der Verein "Emmeringer Kirche und Kunst" setzt sich dafür ein, dass die kleine Kirche im Oschersleber Ortsteil auch in Zukunft als Kulturtreffpunkt genutzt werden kann. Viele Baumaßnahmen waren in jüngster Zeit dafür nötig. Am 11. Mai besteht die Möglichkeit, sich an einem Tag der offenen Tür über den Stand der Arbeiten zu informieren.

Emmeringen l "Aufgrund der vielen Arbeiten in und an der Kirche ist es gerade ein wenig still um uns geworden, was das kulturelle Angebot betrifft", sagt Lutz Bittner. Doch der Vorsitzende des Vereins "Emmeringer Kirche und Kunst" verspricht: "Das wird sich aber schon bald wieder ändern."

So sollen die derzeitigen Renovierungsarbeiten Ende Mai fertiggestellt werden. "Bereits am 11. Mai wird es aber schon einen Tag der offenen Tür geben", kündigt Lutz Bittner an. An diesem Tag würden die Besucher nicht nur die Möglichkeit haben, sich die Ergebnisse der bereits erfolgten Sanierungsarbeiten anzusehen, sondern auch dem Künstler Kay Elzner über die Schulter zu schauen. Denn der wird in den nächsten Tagen damit beginnen, in der Kirche ein Geschichtsfries an die Wände zu malen. "Die Entwürfe sind bereits fertig. Schon bald kann mit den Arbeiten begonnen werden", sagt der Illustrator und Maler, der in Emmeringen zu Hause ist.

Auch sei eine Veranstaltungsreihe zu Ehren des Dodendorfer Schriftstellers Martin Selber geplant, mit der Anfang Juni begonnen werden soll. Der genaue Termin sei abhängig von der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten in der Kirche, wie Lutz Bittner sagt. Neben einer 14-tägigen Ausstellung, die laut Bittner in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Magdeburg, der Familie des vor acht Jahren verstorbenen Schriftstellers sowie der Oschersleber Stadtbibliothek erfolgen soll, seien weitere Höhepunkte in dieser Zeit geplant. So seien ein Musikabend und ein Filmabend vorgesehen. Zudem soll es einen Bastelnachmittag geben, an dem Radios selbst hergestellt werden. "Interessanterweise stammt die Bastelanleitung dafür aus einem der ersten Bücher von Martin Selber, der mit bürgerlichem Namen Martin Merbt hieß", sagt Bittner. Ebenfalls planen die Vereinsmitglieder, ihre persönlichen Lieblingsbücher des Autors vorzutragen.

In die Renovierungsarbeiten hat der Verein insgesamt 200000 Euro investiert. "Das war natürlich nur durch die vielen Spenden von Privatpersonen, der Sparkasse sowie dank der Mittel aus dem europäischen Leader-Förderprogramm möglich", sagt Lutz Bittner. Für dieses Geld wurden unter anderem Kirchentor, Elektrik und Fenster erneuert, wurde die Fassade saniert sowie der Glockenturm befestigt.