Riechen, schmecken, fühlen - ein Garten für alle Sinne entsteht für die Hortkinder der Grundschule Altenweddingen, für die "Grünschnäbel". Mit einem ersten Arbeitseinsatz nimmt der Sinnesgarten nun konkrete Formen an.

Altenweddingen l Eltern, Hort-erzieher, Mitglieder des Fördervereins und einige "Grünschnäbel", wie die Hortkinder der Grundschule Altenweddingen heißen, packten am Sonnabend ordentlich mit zu, um einen Sinnesgarten zu schaffen. Seit mehr als drei Jahren liegt der einstige Schulgarten verwaist da. Hier wucherte nur noch das Unkraut. Als nun das Team um Hortleiterin Marlies Bohne das Hortkonzept überarbeitete, sollte auch der Schulgarten wieder eine Rolle bekommen. Unter dem Motto: "Naturnahe Spiel- und Lebensräume" sollen die "Grünschnäbel" künftig ihre freie Zeit nach der Schule verbringen können. Mit dem Spielplatz klappt das bereits wunderbar. Er liegt hinter dem ehemaligen Sekundarschulgebäude herrlich im Grünen. Wie Marlies Bohne berichtet, toben sich die Kinder hier gern aus. Auf ihrem Weg zum Spielplatz kommen die Kinder immer am einstigen Schulgarten vorbei und so entstand die Idee, diesen zum Sinnesgarten umzugestalten.

Nach einem Aufruf des Hortes und des Fördervereins startete am Sonnabend ein erster Arbeitseinsatz. Im Vorfeld hatte Marcel Tschepe das verunkrautete Areal bereits bearbeitet. Während einige Helfer einen Frühjahrsputz rund um den Spielplatz starteten und altes Laub und Gestrüpp beseitigten, wurden am Sinnesgarten die ersten Pflanzen in den Boden gebracht. Eltern, Helfer und Mitglieder des Fördervereins waren im Vorfeld nicht nur aufgerufen, mit anzupacken, nein, auch Pflanzenspenden waren begehrt. Und diese wurden reichlich "geliefert". Stauden für den Staudengarten, Erdbeeren für das Erdbeerbeet und viele verschiedene Kräuter für das Kräuterbeet im Nutzgarten waren dabei. Beispielsweise hat Mutti Susan Deike zahlreiche Kräuter aus ihrem Garten spendiert. Die Erdbeerpflanzen kamen übrigens von einem Nachbarn der Schule. Die künftigen Beete wurden abgesteckt und fleißige Väter waren mit Schippe und Spaten zugange, um die Wege zu kennzeichnen. Darauf kommt Kies, von der Gemeinde beigesteuert, damit das Unkraut nicht gleich allzu arg sprießen kann.

Mit Stauden- und Nutzgarten werden also künftig die Sinne zum Riechen und Schmecken angeregt. Um die Natur auch fühlen zu können, werde noch ein Sinnespfad angelegt. Dickere Äste wurden dafür schon gesammelt. Weitere Materialien, die dann von Händen und Füßen ertastet und erfühlt werden können, sollen folgen, wie Marlies Bohne ankündigt. Bei allen Arbeiten werden die "Grünschnäbel" natürlich einbezogen. Dazu gehört auch künftig die Pflege des Sinnesgartens.

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