Viele fleißige Helfer packten am Sonnabend beim großen Frühjahrsputz in der evangelischen Kirche von Klein Oschersleben mit an, um die letzten Schmutzreste der Renovierungsarbeiten zu beseitigen. Nach Jahren des Bauens ist nun für den ersten Gottesdienst am Ostersonntag alles gerüstet.

KleinOschersleben l Unzählige Wischlappen wurden am Sonnabend in der evange- lischen Kirche Klein Oschersleben geschwungen, Bänke und Türen, Altar und Kanzel abgewischt. Fleißige Helfer trugen immer wieder frisches Wischwasser heran, während an anderer Stelle in der Kirche noch Besen, Handfeger und Kehrblech zum Einsatz kamen. Vor dem ersten Gottesdienst am Ostersonntag nach Jahren des Bauens stand der große Hausputz an. Zahlreiche Helfer waren der Bitte um Hilfe des Gemeindekirchenrates gefolgt und machten im Innern und um die Kirche herum klar Schiff.

So mancher Helfer hielt wohl beim Putzen inne und schaute immer wieder staunend auf das so veränderte Bild im Innern der Kirche. "Schön ist sie geworden. Oder besser: wieder schön." Gerade noch rechtzeitig konnte vor Jahren der weitere Verfall des Gotteshauses gestoppt werden. Das geschah in vielen kleinen Bauabschnitten. Das Dach der Apsis wurde neu, die einstigen Kirchenfenster erstrahlen in alter Schönheit.

Die noch nicht neu bemalten Säulen zeigen in etwa, wie groß die Schäden im Innern der Kirche waren. Wobei von den Säulen nur die Farbe abgeblättert ist, von den Wänden des Kirchenschiffes war bereits der Putz abgefallen. Abbröckelnder Putz war allerdings nur die eine Seite der Schäden, bereits tiefe Risse in den Wänden waren ebenso zu finden.

"Sicher", so Eckart Römmer vom Gemeindekirchenrat, "ist noch nicht alles fertig". Die einstige, sehr aufwändige Malerei entlang des Kreuzrippengewölbes und der Säulen würde noch fehlen, sei aber finanziell nicht zu stemmen. Auch einige Holzarbeiten an Figuren und Ornamenten könnten nur erfolgen, wenn entsprechende Spenden dies ermöglichen.

Die vielen kleinen Schritte bei der Sanierung der Klein Oschersleber evangelischen Kirche seit 2010 konnten auch deshalb nur gegangen werden, weil Gelder aus dem Kirchenkreis Egeln, von Lotto-Toto und vor allem mehrmaligen Förderungen aus dem euro- päischen Programm Leader dies ermöglichten. Für das Verputzen der Kirche wurde ein zinsloser Kredit aufgenommen. Mit den Einnahmen aus dem Mobilfunk, im Kirchturm befindet eine Antenne, kann der Kredit bedient werden. Hoffnung macht sich Eckart Römmer mit der Fortsetzung des Leader-Programmes im nächsten Jahr. Mit weiteren Fördermitteln könnten noch ausstehende Arbeiten im Innern und notwendige Arbeiten am Turm ausgeführt werden.

Das wohl älteste Inventar der 1868 eingeweihten Kirche ist der Taufstein aus dem Jahr 1578, der noch aus der Vorgängerkirche stammt. An diesem Stein kann am Ostersonntag auch eine Taufe gefeiert werden.

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