Für etwa 670000 Euro wird in Kroppenstedt ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut. Dienstagabend haben sich zahlreiche Einwohner aus Kroppenstedt und Umgebung zum symbolischen ersten Spatenstich getroffen. Ende Oktober soll alles fertig sein.

Kroppenstedt l Kavalier wie Bürgermeister Joachim Willamowski nun mal ist, lässt er Ines Becker mit ihrem Spaten nicht allein. Er lockert die Erde für die Verbandsbürgermeisterin etwas auf, bevor die beiden dann gemeinsam mit Gemeindewehrleiter Christian Marquardt und Steffen Mund von der Kroppenstedter Wehr für die ersten Spatenstiche sorgen.

Seit Dienstagabend wird also nun auf einem Teil des Festplatzes neben der ehemaligen Bundesstraße ein neues Kroppenstedter Feuerwehrgerätehaus gebaut. Spätestens am 31. Oktober soll das Projekt fertig sein.

Das kündigt die Verbandsbürgermeisterin kurz vor dem ersten Spatenstich in ihrer Ansprache an, die sie vor zahlreichen Gästen hält. Diese Gäste sind nicht nur Feuerwehrleute und weitere Einwohner aus Kroppenstedt. Das sind zudem Feuerwehrleute und weitere Einwohner aus den anderen Orten der Verbandsgemeinde, sind Mitglieder des Verbandsgemeinderates wie auch Vertreter des Landkreises, von Feuerwehrgremien des Kreises sowie Mitarbeiter der mit dem Bau beauftragten Firmen.

Und ihnen allen bringt Ines Becker in Erinnerung, dass die Vorbereitungen für diesen Neubau "einige Zeit in Anspruch genommen haben". Zunächst habe sich Kroppenstedt und nach der Kommunalreform die dann für den Brandschutz zuständige Verbandsgemeinde damit beschäftigt, das bisherige Gerätehaus, das sich eingeengt inmitten der Stadt befindet, zu sanieren. "Dieses Vorhaben war nicht realisierbar. Die kaum merklichen Veränderungen waren unwirtschaftlich. Kosten und Nutzen standen in keinem Verhältnis", wie Ines Becker sagt: "Die Alternative war nur ein Neubau."

Und der entsteht nun auf einem Teil den Kroppenstedter Festplatzes, von dem die Stadt Kroppenstedt der Verbandsgemeinde für diesen Bau etwa 1500 Quadratmeter kostenlos überlassen hat. Die längste Zeit habe dann die Auseinandersetzung darüber gedauert, wie denn das Gebäude und die Außenanlagen aussehen sollen. "Unter anderem sind verschiedene Bauweisen miteinander verglichen worden, um eine kostengünstige Variante zu finden", so Ines Becker.

Schließlich sei entschieden worden, das Gebäude in Massivbauweise zu errichten und es mit einer Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen, einer Werkstatt nebst Lager, einem Sanitärbereich (Umkleideräume, Toiletten und Duschen), einem Schulungsraum, einem Jugendraum und einem Büro für die Wehrleitung auszustatten. "Zudem entstehen auf der Außenanlage ausreichend Parkplätze für die Feuerwehrleute", wie die Verbandsbürgermeisterin ankündigt.

"Die 670000 Euro, die das Gerätehaus kosten wird, sind eine stolze Summe. Aber sie wird in die Sicherheit für die Bürger investiert. Wie auch in die Sicherheit der Feuerwehrleute, um sie bei ihrer verantwortungsvollen ehrenamtlichen Arbeit mit guten Bedingungen zu unterstützen", wie Ines Becker weiter sagt und dem Verbandsgemeinderat dankt, der dieses Vorhaben mit großer Mehrheit beschlossen habe. "Solche großen Vorhaben sind nur in einem großen Verband wie der Verbandsgemeinde möglich."

Elf Firmen aus der Region werden am Bau des Gerätehauses beteiligt sein. Ines Becker: "Drücken wir gemeinsam die Daumen, dass die Baumaßnahme gut läuft, mit dem Neubau eine hohe Zufriedenheit erreicht wird und wir zum Ende des Jahres eine zünftige Einweihung feiern können."

Bei der dann sicherlich auch wieder - wie bei diesem ersten Spatenstich - Mädchen und Jungen der Kroppenstedter Kindertagesstätte mit von der Partie sind. Es sind einige Lieder und Gedichte, mit denen die Kinder gleich nach dem letzten Satz von Ines Becker für einen feierlichen Rahmen des Baubeginns sorgen.

 

Bilder