Baugerüste bestimmen derzeit das Bild an der Kirche St.Michael in Remkersleben. Einerseits werden die Apsis-Fenster restauriert, andererseits auch Schäden am Mauerwerk beseitigt. Ende Mai soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Remkersleben l Mit der erstmaligen Förderung aus dem europäischen Förderprogramm Leader kann die Remkersleber Kirchengemeinde nun einen weiteren Mosaikstein in der Sanierung der Kirche St. Michael setzen. Die Aufmerksamkeit gehört diesmal ganz den drei Apsis-Fenstern, die nach 100 Jahren schon erhebliche Schäden aufgewiesen haben.

Die Scheiben der Buntglasfenster waren zwar nicht zersplittert, aber doch stark gewölbt und verrutscht. Gefahr war im Verzug, denn durch die kaputten Fenster waren auch der Innenraum und das Inventar gefährdet. Eines der Fenster ist vor etwa zwei Jahren herausgenommen und durch Pappe ersetzt worden. Nun sind die anderen beiden Fenster auch in die Glaserei umgezogen. Aus Kostengründen die Buntglasfenster durch Einfachglas zu ersetzen, kam für die Mitglieder der Kirchengemeinde nicht in Frage. Stattdessen sollen die alten Fenster gereinigt und erneuert werden.

Die Einrichtung der Baustelle nutzen Mitarbeiter der Werkstätten für Denkmalpflege, um einige Schäden am Mauerwerk rund um die Fenster am Giebel zu beheben. "Am Osterdienstag haben die Bauarbeiter mit ihrer Arbeit begonnen", erklärt Pfarrer Thomas Seiler. Ihn freut besonders, dass die Fördermittel nun nach Remkersleben fließen, denn die Remkersleber haben in den zurückliegenden Jahren Großartiges für ihre Kirche geleistet. So konnte beispielsweise die Orgel gerettet werden.

Gustav Lauenroth als Vorsitzender des Gemeindekirchenrates hat immer ein Auge auf die Bauarbeiter, denn er kennt den engmaschig gestrickten Zeitplan: "Am 30. Mai muss innen alles fertig sein, denn am 13. Juni ist eine Hochzeit in der Kirche. Draußen können die Bauarbeiten noch ein bisschen länger dauern."

Zum Dankgottesdienst am Sonntag, 15. Juni, sollen dann die gesamte Kirchengemeinde und Gäste Gelegenheit bekommen, die restaurierten Fenster in ihrer ganzen Schönheit zu begutachten. Die Kosten dafür bringen die Kirchengemeinde und der Kirchenkreis Egeln gemeinsam auf, der dritte Teil kommt aus den Leader-Fördertöpfen.