Wanzleben l Der Sozialausschuss hat dem Vorschlag, den Schuleinzugsbereich für die Klein Rodensleber Kinder zu ändern, auf seiner jüngsten Sitzung geschlossen zugestimmt. Der Antrag sieht vor, dass die Klein Rodensleber statt wie bislang in Domersleben dann künftig in Hohendodeleben eingeschult werden sollen. Erklärtes Ziel: alle Schulstandorte sichern.

Die Empfehlung unter den Sozialausschussmitgliedern fiel einstimmig aus: Dem Antrag, den Schuleinzugsbereich für die Klein Rodensleber Kinder zu ändern, soll gefolgt werden.

Der von den Freien Wählern eingebrachte und bereits vom Klein Rodensleber Ortschaftsrat befürwortete Änderungswunsch wandert nun als Beschlussvorlage vorerst in drei Ortschaftsratssitzungen - und zwar in die der Domersleber, Hohendodeleber und abermals in die der Klein Rodensleber. Danach muss darüber noch der Hauptausschuss und Stadtrat befinden.

Inhalt des Antrags: Um Hohendodeleben als Schul-standort langfristig zu sichern, sollen die Klein Rodensleber Abc-Schützen künftig hier eingeschult werden. Bislang drücken die Klein Rodensleber von der ersten bis zur vierten Klasse in Domersleben die Schulbank.

Der Schulweg gen Hohendodeleben hingegen könnte jedoch erst mit einem Stadtratsbeschluss geändert und "umgelenkt" werden. Doch den wird es aufgrund der Stadtratswahlen am 25. Mai nicht vor Ende August geben, ist sich Sozialamtsleiterin Sylvia Dammering sicher: "Die Kommunalwahl macht uns in dieser Debatte einen Strich durch die Rechnung. Nach der Wahl muss sich der Stadtrat erst konstituieren. Das Thema wird damit erst nach der Sommerpause auf der Tagesordnung stehen."

Die Amtsleiterin erklärt mit der ihr aktuell vorliegenden Übersicht über Schülerzahlen, dass mit jener Änderung des Schuleinzugbereiches die beiden Grundschulen in Domersleben und Hohendodeleben auf die ab 2017 erforderliche Mindestschülerzahl von 80 Kindern kommen würden.

"Mit der Änderung wäre diese Hürde für Hohendodeleben genommen und beide hätten Bestandssicherheit", sagt Sylvia Dammering auf Nachfrage. Gibt der Stadtrat grünes Licht könnte die Stadt beim Landkreis die Änderung des Schülertransports beantragen. "Das wäre frühestens ab 2015 möglich", merkt die Amtsleiterin an.

Hoffnung auf Einstufung als "dünn besiedelt"

Bis Ende 2016 muss die Schulentwicklungsplanung fortgeschrieben werden. "Bis 2017 haben wir aber erst einmal für alle fünf Grundschulen eine Genehmigung. Derzeit hoffen wir darauf, dass die Stadt Wanzleben - Börde bis dahin als ,dünn besiedeltes Gebiet` eingestuft wird. Damit würde dann statt der geforderten 80 die Mindestschülerzahl von 60 Kindern pro Grundschul-standort greifen."

Denn ab 2017 muss jede Schule der Einheitsgemeinde mindestens 80 Kinder vorweisen. Gegen diese Vorgabe der Verordnung zur Schulentwicklungsplanung hatte sich auf der jüngsten Stadtratssitzung der Widerstand geregt.

Die Gültigkeit der Verordnung zur Schulentwicklungsplanung wird von einem Anwalt rechtlich geprüft, erklärte Sylvia Dammering. Die Kosten dafür trägt die Kommune. Eine entsprechende Klageschrift samt Antrag, auf die bisher geltende Mindestschülerzahl von 60 eingestuft zu werden, müsse bis zum 15. Mai dem Oberverwaltungsgericht vorliegen, weiß die Sozialamtsleiterin zu berichten.

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