Oschersleben l Was derzeit eine unansehnliche Baustelle ist, wird später ein Schmuckstück sein. Das versprechen Jens Schneider und Thomas Harborth. Denn der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Neues Leben und der Geschäftsführer der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Bewos sind vom Sanierungskonzept des Plattenbaus in der Albert-Einstein-Straße 1 bis 7a des Oschersleber Wohngebiets Wasserrenne überzeugt.

Wobei Neues Leben für ihre Haus-Hälfte, also für die Eingänge 1 bis 4, etwas andere Pläne hat als die Bewos für ihren Haus-Teil, also für die Eingänge 5 bis 7a. Jedoch sind diese Pläne miteinander abgestimmt, wie Schneider und Harborth sagen.

So werden beispielsweise die beiden oberen Etagen des bisherigen sechsstöckigen Hauses komplett verschwinden. Im Neues-Leben-Teil, in dem sich nun noch 32 Wohnungen befinden, ist das bereits zur Hälfte passiert. In dieser Woche werden auch noch die beiden oberen Etagen über dem Eingang Nummer 3 abgerissen, in der nächsten Woche die beiden Etagen über dem Eingang Nummer 4. "Uns hat in der vergangenen Woche der Regen in Verzug gebracht, aber das werden wir aufholen", sagt Jens Schneider. So dass in knapp zwei Wochen mit den Innenarbeiten begonnen werden kann. Und zwar vor allem mit der Sanierung der acht Wohnungen, die derzeit leer stehen.

Die anderen 24 Mietparteien sind im Übrigen in ihren vier Wänden geblieben. Wobei sich die Bewohner während der Zeit, in der über ihnen die zwei Etagen abgerissen werden, aus Sicherheitsgründen nicht in ihren Wohnungen aufhalten. "Für diese Zeit stehen ihnen beispielsweise unsere Gästewohnungen zur Verfügung. Wobei sich die meisten andere Lösungen gesucht haben", wie Jens Schneider sagt, der zudem von wöchentlichen Zusammenkünften spricht, in denen die Bewohner über den Stand der Dinge informiert werden.

Bis August will Neues Leben mit den Arbeiten fertig sein. Zu denen die energetische Sanierung des Daches genauso gehört, wie die Erneuerung der Fassade und des Kellerbereichs. Auch wird die Fernwärme-Heizungsanlage erneuert. Das alles nicht zuletzt, um für jeden Bewohner die Heizungskosten zu senken.

Das ist auch ein Ziel der Bewos, die jedoch zudem das gesamte Innenleben ihrer bisherigen vier Eingänge, die alle leergezogen sind, auf den Kopf stellt und damit auch schon begonnen hat. So dass am Ende die Wohnungen völlig neu zugeschnitten sein werden. Und nicht nur die Wohnungen. Denn in dieser Haus-Hälfte wird es dann auch nur noch einen Eingang geben, durch den alle neuen Wohnungen erreicht werden, die zum großen Teil barrierefrei sind und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz vermietet werden, wie Thomas Harborth sagt, der zudem noch eine ganz besondere Sache ankündigt. "Wir haben vorgesehen, auf die vierte Etage zwei Penthouse-Wohnungen zu bauen." Was zum einen ein attraktives Wohnangebot sei und zum anderen der Optik des Gebäudes eine ganz besondere Note geben soll.

 

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