Das Thema Schulen stand im Mittelpunkt der Diskussionen während einer gut besuchten Einwohnerversammlung. Diskutiert wurden vor allem die Schulstandorte und die anstehende Aufweichung der Schulbezirke für die Grundschulen der Gemeinde Sülzetal.

Altenweddingen l Zur ersten Einwohnerversammlung in seiner noch jungen Amtszeit hatte Bürgermeister Jörg Methner die Bürger des Sülzetals eingeladen. Gekommen war vor allem die jüngere Generation, junge Eltern, denn Thema der Einwohnerversammlung waren die Grundschulen und die Aufweichung ihrer Einzugsbereiche.

Hauptamtsleiter René Kellner berichtete zunächst, wie die Aufweichung der Schulbezirke vonstatten gehen soll und stellte unmissverständlich klar, dass erst mit dem Schuljahr 2015/2016 Eltern wählen können, wo sie ihr Kind beschulen lassen wollen, denn die Gemeinde hat noch jede Menge Hausaufgaben zu erledigen. So müssen für die drei Grundschulen Kapazitätsgrenzen festgelegt werden. "Das hat auch etwas mit den Horten zu tun, die nur eine gewisse Kapazität vorhalten. Wenn jemand beispielsweise aus Altenweddingen in Langenweddingen die Grundschule besucht, soll er auch dort im Hort betreut werden können", so Kellner.

Gibt es mehr Bewerbungen für eine Grundschule als es die Kapazitäten hergeben, soll ein Losverfahren entscheiden. Kapazitätsgrenzen und auch das Losverfahren müssen in einer Satzung festgeschrieben werden. In der Satzung müssen sich auch Ausnahmen oder Härtefälle wiederfinden. René Kellner geht davon aus, dass möglicherweise im Oktober der neue Gemeinderat besagte Satzung beschließen könne. In regelmäßigen Abständen solle über den Stand der Dinge berichtet werden. "Transparenz steht für uns an erster Stelle", so der Hauptamtsleiter.

Bleiben alle drei Schul-standorte erhalten? Diese Frage sollte an diesem Abend immer wieder eine Rolle spielen. Die Arbeitsgruppe Schulen, die sich schon einige Monate mit dem Thema beschäftigt, hat einen Fragebogen in den Kitas verteilt. Im Fragebogen werden zwei Schulstandorte favorisiert.

In der späteren Diskussion kam zum Ausdruck, dass alle drei Grundschulstandorte so lange wie möglich erhalten bleiben sollen. Problematisch werde es für Langenweddingen ab 2017. Doch möglicherweise könne der Standort mit der Aufweichung der Bezirke länger gehalten werden. Momentan werden in Langenweddingen nur Kinder aus diesem Ort beschult.

In den ausgegebenen Fragebögen können alle Eltern von künftigen Schülern eintragen, ob sie einen Grundschul-Campus, also einen Standort, oder zwei Standorte im Sülzetal wünschen. Es sollte auch im Fragebogen angegeben werden, wo die Standorte liegen sollen. Zudem sollten die Eltern die Frage beantworten, was ihnen bei der Grundschulwahl wichtig sei.

"So wollen wir ein Meinungsbild von den Eltern bekommen", erklärte Kellner. "Sind bei Grundschulwahl die Lernsysteme gemeint?", so die Frage aus dem Publikum. Für die Gemeinde seien bei der Schulentwicklungsplanung eher die Gebäude wichtig, denn es müsse geklärt werden, in welche Gebäude investiert werden soll.