Hatten am Sonntag kurz vor Mitternacht die Helfer im Hohendodeleber Wahl- sowie im Briefwahllokal die Zählung abbrechen müssen, stand am Montag gegen 11 Uhr das vorläufige Stadtratswahl-Ergebnis fest. Die Wahlbeteiligung lag mit 42,12 Prozent leicht unter dem Kommunalwahl-Ergebnis vom März 2010. Damals gingen 44,22 Prozent an die Urne.

StadtWanzleben-Börde l Der Wahlkrimi, der sich in der Nacht zum Montag in gleich 2 von 17 Wahllokalen der Einheitsgemeinde abspielte, fand gestern Vormittag mit der Neuauszählung ein Ende. Sowohl das Briefwahl- als auch das Hohendodeleber Wahllokal hatten Sonntagnacht kurz vor Mitternacht die Zählungen abgebrochen. Neu gerechnet wurde hier erst gestern Morgen wieder.

Insgesamt machten von 12732 Stimmberechtigten nur 5363 Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag damit bei nur 42,12 Prozent. Bei der letzten Stadtratswahl im März 2010 lag sie mit 44,22 Prozent nicht wesentlich höher.

Insgesamt waren 66 Bewerber um die 28 neu zu besetzenden Stühle im Stadtrat angetreten.

Die Möglichkeit der Briefwahl hatten 797 Stimmberechtigte genutzt. Die meisten Stimmen bekam hier mit 137 Zählern der Einzelbewerber Horst Flügel aus Klein Wanzleben. Gudrun Tiedge von den Linken und SPD-Kandidatin Silke Schindler waren hier mit jeweils 133 Stimmen gleichauf.

CDU-Stadtrat Ernst Isensee bekam von den Briefwählern 110 Stimmen. Beim vorläufigen Gesamtergebnis ging der Wanzleber mit 1038 Stimmen als Spitzenreiter des Super-Wahlsonntags hervor. Die CDU holte sieben von 28 Stadtratsplätzen. Bis dato hatte die Fraktion sechs Plätze inne. Damit sind die Christdemokraten vorläufig die stärkste Kraft im Stadtrat. Über das Wahlergebnis zeigte sich Ernst Isensee gestern auf Nachfrage zufrieden. Mit dem Stimmenverhältnis würden mit ihm Martin Christian Heine aus Seehausen (428 Stimmen), Karl-Heinz Matthias aus Klein Wanzleben (290), Tobias Telschow aus Remkersleben (267), Daniel Scheibe aus Dreileben (259) und Norman Aris aus Wanzleben (249) einziehen. Die CDU-Mitglieder Ralf Schmidt und Thomas Leitel stehen beide mit jeweils 245 Stimmen auf Position sieben. Entsprechend seines höheren Listenplatzes wäre Schmidt damit in den Stadtrat gewählt. Während die CDU damit einen Platz gewonnen hat, haben die Linken einen verloren.

Die Spitzenkandidatin der Partei Die Linke, Gudrun Tiedge, holte zwar insgesamt 927 Stimmen und steht damit bei den Stimmfavoriten auf Platz zwei. Doch die Linken haben vorläufig nur fünf Sitze neu zu vergeben. Bislang hatten sie sechs inne.

Einzelkandidat Horst Flügel nimmt in dem Wahlranking mit 897 Zählern Platz drei und damit einen sicheren Sitz im Stadtrat ein.

SPD-Kandidatin Silke Schindler bekam 869 Stimmen. Die Sozialdemokraten kommen wie gehabt auf vier Sitze.

FDP-Kandidat Knut Freese aus Klein Wanzleben konnte 590 Wähler auf sich vereinen. Die Liberalen ziehen nach vorläufigem Ergebnis mit drei Sitzen in den Rat ein. Die Bürgerinitiative Groß Rodensleben, mit der die FDP bislang eine sechsköpfige Fraktion im Stadtparlament gebildet hat, ist mit Jürgen Wichert (460 Stimmen) im Rat vertreten.

Auch die Grünen kommen laut der ersten Auszählung auf einen Sitz. Hier holte Lehrerin Maren Rummel mit 178 die meisten Stimmen.

Mit ebenfalls einem Sitzplatz im Stadtrat könnte auch die Freie Wählergemeinschaft Domersleben mit Kandidat Ralf Kramer (318), die Wählergemeinschaft Bottmersdorf/ Klein Germersleben mit Hans-Dirk Sill (239) und die Bürgergemeinschaft Hohendodeleben mit Rainer Lüning (373 Stimmen) vertreten sein. Die Freien Wähler hatten seit 2010 neun von 31 Wanzleber Stadtratssitzen.

Für die Pro Gemeinde Klein Rodensleben setzte sich Norbert Hoße mit 332 Stimmen an die Spitze. Die Freie Wählergemeinschaft Seehausen kommt voraussichtlich auf zwei Plätze. Hier führen Eckhard Jockisch (345) und Jörg Weisel (185) die Liste an.

"Die 28 neugewählten Stadträte werden mit dem amtlichen Wahlergebnis von der Verwaltung angeschrieben. Sie haben dann, so wie die neugewählten Ortschaftsräte auch, eine Woche Zeit, das Mandat anzunehmen", erklärt Hauptamtsleiterin Dr. Martina Neshau. Der Wahlausschuss tagt am morgigen Mittwoch ab 10 Uhr im Rathauskeller. Der Termin für die konstituierende Sitzung des neugewählten Stadtrates steht ebenfalls schon fest. Hier fiel die Wahl auf Donnerstag, den 3. Juli.

   

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