Großer Andrang hat in der Puschkin-Sekundarschule in Oschersleben geherrscht. Die Einrichtung hatte zu einem Tag der offenen Tür geladen. Zudem wurde das neu errichtete sowie das sanierte Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Oschersleben l "Mit dem, was hier in den vergangenen zwei Jahren entstanden und investiert worden ist, haben wir unseren Beitrag zur Realisierung des Bildungsauftrages der Gesellschaft geleistet", stellte Landrat Hans Walker (CDU) in seiner Rede während des Feieraktes fest. Demnach hat der Landkreis als Träger der Puschkin-Sekundarschule 1,284 Millionen Euro in das Projekt gesteckt. 4,1 Millionen steuerte die EU als Fördermittel dazu. Weitere 200000 Euro kamen aus der Städtebauförderung. "Für die technische Ausstattung haben wir weitere Mittel aus dem Haushalt freigemacht", erklärte der Landrat weiter.

An diesem ältesten Schulstandort in Oschersleben sei damit einer der modernsten in der Bodestadt entstanden. "Das ist das allerbeste, was wir derzeit haben", betonte Walker und hob das gesamte Areal in der Puschkinstraße als ein Schulzentrum hervor, weil sich unter einem Dach die städtische Grund- und die Sekundarschule ergänzen. Die Erarbeitung des hier umgesetzten Konzeptes in Kooperation mit der Stadt Oschersleben habe mehrere Jahre gedauert. Abschließend dankte Walker den Schülern und Eltern für die Erduldung der Strapazen während der mehrjährigen Umbauphase.

Auch Schulleiterin Monika Nagel dankte allen Beteiligten für ihren Beitrag zur erfolgreichen Vollendung des Bauprojektes. "Unsere neue, alte Schule mit ihrer gelungenen farblichen Innenausstattung bietet den Lernenden wie den Lehrenden einen angemessenen Rahmen für erfolgreiches Arbeiten", zeigte sich Nagel überzeugt. Sie hob die Fachkabinette für Sprache, Computer, Chemie, Physik und Biologie sowie die Projekträume für die Fächer Musik und Kunst als hochmodernes und ansprechendes Umfeld hervor.

Im Anschluss an beide Reden erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe vom Landrat an die Schulleiterin.

Bis zum Nachmittag überzeugten sich hunderte Gäste, unter ihnen teils künftige Schüler, deren Eltern oder Großeltern sowie zahlreiche Gäste und Ehemalige von den Veränderungen in der Sekundarschule. Im Fachraum für Physik experimentierte Lehrer Jens Uwe Trensch vor Interessenten mit edelgas-befüllten Glaszylindern. Nur wenige Türen weiter zeigten Biolehrerin Kerstin Mauersberger und Gina Fehlert aus der 7. Klasse das richtige Arbeiten mit dem Mikroskop. Andrang herrschte auch im Chemie-Fachraum. Hier zeigte Maximilian Kretschmer unter anderem dem drittklässler Leon Michael, wie mit einem chemischen Indikator festgestellt werden kann, ob es sich bei bestimmten Flüssigkeiten um Wasser, eine basische oder eine saure Lösung handelt. "Das ist ziemlich cool. Noch eineinhalb Jahre, dann kann ich hier auch solche Experimente machen", sagte Leon, der sich auf die Sekundarschule freut.

Auch der Gang zu Aula war voll von Menschen. Hier stellten ganz verschiedene Unternehmen Ausbildungsmöglichkeiten vor und lockten mit interessanten Experimenten. Ein großer Zuckerkonzern machte beispielsweise auf Berufe im Elektrobereich aufmerksam. Hier bastelte der zehnjährige Marc Heyd eifrig an einer Taschenlampe, während ihm Opa Wolfgang dabei zur tatkräftig Hand ging. "Marc ist schon immer sehr technik- und naturbegeistert. Ab September wird er wechseln und diese Schule besuchen", sagt Oma Evelyn Heyd stolz über ihren Enkel.

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