Feierliche Übergabe zum Opa-und-Opa-Tag: In neuem Glanz und somit rundum modernisiert erstrahlt die Ummendorfer Kindertagesstätte "Allerfrösche". Die Sanierung des Hauptgebäudes bedeutete für Kinder und Erzieherinnen den absoluten Ausnahmezustand.

Ummendorf l So schmuck der Kindergarten nun hergerichtet ist, so schwer waren die vergangenen acht Monate. Die "Allerfrösche" hatten seit Anfang Oktober die Handwerker im Haus - an sich eine Situation, die sie längst kennen, da sie mit der Errichtung des Krippenanbaus von Herbst 2012 bis zum Frühjahr 2013 schon einmal eine Baustelle direkt vor der Nase hatten. Doch diese letzte Sanierungsetappe hatte es noch einmal ganz besonders in sich, weil dem Großteil der 92 Kinder baubedingt die Gruppenräume entzogen waren. "Der komplette Kindergartenbereich war ein halbes Jahr lang dicht", beschreibt Leiterin Liane Uebrig die anstrengende Übergangsphase, "wir haben uns also auf Krippe und Hort verteilt - es war hammerhart."

Im hauseigenen Journal schildert Froschreporter Fridolin seine Beobachtungen zum großen Stühlerücken so: "Die Käfer richteten sich im Schlafraum der Igelgruppe ein, die Löwenkinder bezogen das Hortgebäude, die Hortkinder der zweiten bis vierten Klasse wurden in der Schule betreut, und die erste Klasse kam im Materialraum der Krippe unter, Die Küche wurde mit dem Büro im Personalraum kombiniert, alle Kinder und Erzieherinnen mussten eng zusammenrücken und dann kamen die Handwerker und zerlegten den Kindergarten."

Drei Monate lang wurde gestemmt, geklopft, auf- und abgerissen - parallel in allen Räumen. Auftraggeber der Renovierung: die Verbandsgemeinde Obere Aller als Träger der Kita. Der Verbandsrat hatte für das Projekt 112000 Euro aus dem Gemeindehaushalt bewilligt, ergänzt um 188000 Euro Landesförderung. "Somit wurden hier in der Einrichtung in den letzten zwei Jahren insgesamt rund 680000 Euro investiert, die meines Erachtens auch gut und weitsichtig angelegt sind", sagte Verbandsbürgermeister Frank Frenkel anlässlich der offiziellen Übergabe.

Seit Jahresbeginn war "Stück für Stück der Wiederaufbau erfolgt", weiß Frosch Fridolin, "es entstanden schicke neue Gruppen- und Waschräume, Flure und eine Küche." Möbel, Böden, Wände, Heizung - alles neu. Mit der Rollstuhlrampe besteht nun auch der vorgeschriebene barrierefreie Zugang zur Kita. Die stressige Zeit, verbunden mit viel Geduld, Flexibilität und Organisationstalent, habe sich gelohnt, betont Liane Uebrig mit Blick aufs wiederhergestellte Arbeitsumfeld, das nun "optimale Bedingungen" biete.

   

Bilder