Der fünfköpfige Gemeindewahlausschuss hat am Mittwochnachmittag die Ergebnisse der Ratswahlen in der Verbandsgemeinde Obere Aller verifiziert. Im Vergleich zum vorläufigen Resultat vom Montag gab es noch eine Sitzänderung in Harbke.

ObereAller l Im Sitzzuteilungsverfahren nach Hare-Niemeyer geht es mitunter recht kompliziert zu, wie Gemeindewahlleiter Frank Frenkel feststellte. Doch der Wahlausschuss habe das Gewirr um Quoten und Nachkommastellen vorschriftsmäßig entflochten: "Wir haben gerechnet, nachgeschlagen und nachgefragt, denn es trat in Harbke eine Besonderheit auf, die es genau zu überprüfen galt." Unterm Strich wurde das Ergebnis der Harbker Ratswahl in einem Punkt korrigiert: Auf die SPD entfallen statt acht nur sieben Plätze im neuen Gemeinderat, Einzelbewerber Gunther Tell (101 Stimmen) bekommt doch noch einen Ratssitz. SPD-Kandidatin Bärbel Marusch (40 Stimmen) bleibt dafür außen vor und ist nun die erste mögliche Nachrückerin der Fraktion.

Eine "Kuriosität" des Wahlsystems, wie es Bürgermeister Wolfgang Smolin ausdrückte, hatte sich auch in Völpke ergeben: Sowohl die SPD als auch Einzelbewerberin Daniela Schoppenhauer kamen auf einen Stimmenanteil, durch den sie mehr Ratssitze erzielten, als sie besetzen können: Drei für die SPD bei nur zwei aufgestellten Kandidaten; zwei für Schoppenhauer. "Das bedeutet, dass der eigentlich zwölfköpfige Gemeinderat in Völpke vorerst tatsächlich nur aus zehn Mitgliedern bestehen wird", so Frenkel. "Eine Ergänzungswahl ist hier aus unserer Sicht nicht notwendig."

Ein speziellerer Fall betrifft außerdem den Gemeinderat Hötensleben. Dieter Buchwald (CDU) darf als Bürgermeister laut Gemeindeordnung nicht gleichzeitig gewähltes Ratsmitglied sein, muss auf eines der Ämter verzichten. Für die Entscheidung hat er eine Woche Zeit. Gegenüber Volksstimme (siehe Kurzinterview) bekräftigte er, das Ratsmandat nicht anzutreten. Den Sitz bekommt Kai Gorges (CDU).