Schönebeck l Nachdem die Begegnungsstätte der Volkssolidarität in der Straße Am Stadtfeld in Schönebeck ihr 20-jähriges Bestehen feierte, fand jetzt die Delegiertenkonferenz des Regionalverbandes Elbe-Saale dort statt. Geschäftsführerin Belinda Biging zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme. "Dennoch, die Mitgliederentwicklung zeigt uns allerorts einen Rückwärtstrend", sagte sie in ihrer Begrüßungsrede. Das zeigen auch die Zahlen, die den Deligierten präsentiert wurden. In den vergangenen drei Jahren wurden 916 Mitglieder neu gewonnen, denen 3154 Abgänge (davon 833 durch Sterbefall) gegenüberstehen. Eine Minderheit der neuen Mitglieder ist jünger als 30 Jahre alt (57 in den Jahren 2010 bis 2013). Außerdem konnten 169 Menschen neu hinzugewonnen werden, die älter als 80 Jahre sind.

Weil viele Mitglieder ihren Jahresbeitrag nicht zu 100 Prozent entrichten, wirft Belinda Bieging die Frage auf: "Warum bin ich Mitglied der Volkssolidarität?" Diese müsse im Kern von den Deligierten ausgehen und beantwortet werden.

Als sozialer Dienstleister sei die Volkssolidarität gut aufgestellt. "Dennoch wird nicht jedes hilfebedürftige Mitglied von uns versorgt, sie entscheiden sich auch für andere Pflegedienstleister", so Bieging. Hier bestehe nach wie vor Handlungsbedarf.

Nach der eindringlichen Rede und dem Rechenschaftsbericht zur Mitgliederentwicklung, wählten die Deligierten einen neuen Beirat. Für die kommenden vier Jahre vertreten Birgit Burkhardt als Vorsitzende, Elke Rieseler (stellvertretende Vorsitzende), Frank Schiwek (Schriftführer), Jörg Opitz, Jutta Rölecke, Jörg Braunstedter und Brigitte Ritter die Deligierten. Birgit Burkhardt machte in ihrer Antrittsrede klar, dass sie sich auf ihre Aufgabe freue.