Das Thema Schulen bleibt in der Gemeinde Sülzetal ein heißes Eisen. Während eine Arbeitsgruppe um die Schulentwicklungsplanung ringt, besteht dringender Handlungsbedarf in der Grundschule Osterweddingen. Hier platzt der Hort aus allen Nähten.

Osterweddingen l Während einer Einwohnerversammlung wurde umfassend zum Thema Schulen diskutiert, über die Arbeitsgruppe "Schulen" berichtet, die sich mit der Schulentwicklungsplanung der Grundschulen seit Wochen intensiv befasst. Über kurz oder lang werde es im Sülzetal nur noch zwei Grundschulen geben, für mehr reichen die Schülerzahlen nicht aus. Auch darüber wurde diskutiert. Doch wo werden die Standorte dieser Schulen sein? Diese Frage bleibt noch offen.

Auf besagter Einwohnerversammlung wurde schließlich gefragt, warum in die Osterweddinger Grundschule im vergangenen Jahr im nicht unerheblichen Maße investiert wurde? Somit würde keine Chancengleichheit mehr zwischen den drei Grundschulendes Sülzetals bestehen.

Dazu hatte Hauptamtsleiter und Leiter der Arbeitsgruppe "Schulen", René Kellner, ausgeführt, dass die Gemeinde handeln musste, um die Auflagen der Landkreises zu erfüllen. Aus Platzgründen nutzten an der Osterweddinger Grundschule Hort und Schule gemeinsam einige Räume. Das ist nicht erlaubt.

Im vergangenen Jahr zog deshalb das Bauamt aus der ehemaligen Schule, das sogenannte Dienstgebäude II der Gemeindeverwaltung, aus. Aus den Büroräumen wurden wieder Klassenräume, insgesamt drei.

Doch damit konnte die Situation in Grundschule und Hort nur in einem ersten Schritt entspannt werden. "Jetzt muss der zweite Schritt folgen, sonst ist die Schule zu. Der Landkreis untersagt nach wie vor die Doppelnutzung von Klassenräumen auch als Horträume. Doch wir haben für das kommende Schuljahr 106 Anmeldungen für den Hort in Osterweddingen, jedoch nur eine Betriebserlaubnis für 95 Kinder", hatte der Hauptamtsleiter erklärt. Derzeitiges Ziel sei es, im dritten Quartal ein entsprechendes Konzept vorzulegen, dieses ist aber von der Schulentwicklungsplanung abhängig. Es ist geplant, mit den zuständigen Mitarbeitern des Landkreises ein Gespräch zu führen und über den aktuellen Stand zu informieren. Die Ausnahmegenehmigung des Landkreises läuft bis zum 31. Dezember 2014.

Um die Platzsituation zu entschärfen, solle nun auch die Finanzverwaltung aus dem Dienstgebäude II ausziehen. Möglicherweise ziehen die Mitarbeiter in Container, die auf dem Hof des Rathauses platziert werden können. Dafür gäbe es derzeit keinen Zeitplan, da hier noch Entscheidungen durch den Gemeinderat getroffen werden müssen. "Während der Planung des Auszugs der Finanzverwaltung beschäftigen wir uns parallel mit der Planung des absolut notwendigen Umbaus des Dienstgebäudes II", so der Hauptamtsleiter.

Erst nach den Planungen wisse die Gemeinde, was finanziell auf sie zukommt. Geplant sei eine Finanzierung mittels Kredit. Für die Container würden gerade Angebote eingeholt. Die Entscheidung über die Containervariante wird wahrscheinlich schon der neue Gemeinderat treffen.