Mit der Sitzung des Wahlausschusses sind jüngst auch die gewählten Ortschaftsräte bekannt gegeben und bestätigt worden. In Eggenstedt und Dreileben hatten sich pro Ort lediglich fünf Kandidaten zur Wahl gestellt - die vorgeschriebene Mindestgröße. Sie wurden alle bestätigt. Nimmt nur ein Gewählter sein Mandat nicht an, droht hier eine Nachwahl. Denn Nachrücker gibt es nicht.

StadtWanzleben-Börde l Eigentlich hätten die Eggenstedter und Dreileber sieben Kandidaten in ihren Ortschaftsrat wählen können. Doch vorab waren pro Gemeinde jeweils nur fünf Wahlvorschläge eingegangen. "Genauso viele, wie es laut Satzung sein müssen, um als Ortschaftsrat arbeitsfähig zu sein", kommentierte Hauptamtsleiterin Martina Neshau die Mindestgröße.

Die schmale Rechnung ging bei der Kommunalwahl vorerst quotensicher auf. Denn alle Bewerber konnten genügend Stimmen auf sich vereinen. In der 239-Seelengemeinde Eggenstedt holte Frank Zimmermann von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) mit 96 Stimmen die meisten. Die Wahlbeteiligung lag hier mit 109 von 222 Wahlberechtigten bei 49,10 Prozent.

Neben Zimmermann ziehen auch Göran Kühnel (46 Stimmen) und Dennis Kuhnert (59) für die FWG in den Ortschaftsrat ein. Die SPD ist im Ort mit René Barbe vertreten. Er bekam 61 Stimmen. Den fünften Platz besetzt mit 63 Stimmen CDU-Mitglied Tobias Melchers.

"Nimmt hier nur einer der Gewählten sein Mandat nicht an, muss nachgewählt werden. Denn im Gegensatz zu allen anderen Ortschaften gibt es in diesen beiden Gemeinden keinen einzigen Nachrückkandidaten", erklärt Wahlleiterin Cornelia Franz die Zitterpartie. "Und zwar würde dann eine Ergänzungswahl greifen. Den Termin würde die Kommunalaufsicht festlegen."

Gleiches gilt für das 554-Seelendorf Dreileben. Auch hier kommt die Sitzverteilung auf ein Mindestmaß von nur fünf Räten. Mehr hatten sich auch hier nicht um einen Sitz beworben. Von 489 Stimmberechtigten machten 210 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 42,94 Prozent. Bei den Dreilebern konnte Gemeindearbeiter Mario Finke punkten. Mit 222 Stimmen hätte der Einzelkandidat laut Quote sogar mindestens zwei Sitze im Ortschaftsrat inne gehabt. Doch auch hier bleiben die restlichen Plätze unbesetzt. Birgit Hornung war ebenfalls als Einzelbewerberin gestartet. Sie zieht mit 102 "Zählern" in den Rat. Daniel Scheibe holte sich als einziger CDU-Bewerber mit 137 Stimmen einen sicheren Platz im Gemeinderat. Die FWG Sport Dreileben kommt mit Reinhard Senf (117 Stimmen) und Ralf Schorlemmer (38 Stimmen) auf zwei Sitze.

"Auch die Dreileber hätten eigentlich sieben Sitze besetzen können. Bleibt zu hoffen, dass auch hier alle fünf Vertreter mit von der Partie sind", hieß es aus dem Wahlbüro. Noch haben die Räte eine Woche Zeit, um ihr Mandat anzunehmen.

Insgesamt waren bei der Kommunalwahl am 25. Mai elf Ortschaftsratswahlen ausgezählt worden. Während sich 66 Kandidaten für die Stadtratswahl beworben hatten, hatten sich für die Gemeinderatswahlen insgesamt 146 Bewerber aufstellen lassen. Sie sind für fünf Jahre gewählt. Die Gemeinderäte werden und können erst nach der konstituierenden Stadtratssitzung am 3. Juli tagen, merkt Cornelia Franz abschließend an.

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