Oschersleben l Die Volksolidarität im Bördekreis hat eine neue Führungsspitze. 69 Delegierte wählten auf der Regionalverbandsversammlung am Mittwoch in Oschersleben einen neuen Beirat, bestehend aus 15 Mitgliedern. Auf der Konstitution wurde Karin Hahndorf zur Beiratsvorsitzenden gewählt und Claudia Peukert zu ihrer Stellvertreterin.

Zuvor hatte die Verbandsgeschäftsführerin Martina Richter Grußworte von Landrat Hans Walker (CDU) verlesen, in denen er der scheidenden Beiratsvorsitzenden Monika Vetter für ihr bisheriges Wirken dankte. Bezugnehmend auf die Tätigkeiten der Volkssolidarität im Landkreis hieß es weiter: "Sie haben bisher eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird."

Anschließend berichtete Monika Vetter über die Arbeit der vergangenen vier Jahre. "In der zurückliegenden Zeit hat unser Sozial- und Wohlfahrtsverband zunehmende Wertschätzung durch Landes- und Bundespolitik erfahren", sagte Vetter. Ihren Worten zufolge sind derzeit 116 eigenständige Mitgliedergruppen im Landkreis Börde organisiert, die mit stabil arbeitenden Vorständen besetzt seien. "Ich möchte jedoch nicht verschweigen, dass es zunehmend schwieriger wird, Vorstände und ehrenamtliche Helfer zu finden", betonte Vetter und sprach damit den Mitgliederschwund im nach eigenen Angaben mitgliederstärksten Wohlfahrtsverband des Kreises an. Die Gewinnung neuer Mitarbeiter im Ehrenamt bleibe weiterhin ein Arbeitsschwerpunkt.

Die Volkssolidarität wurde 1945 im Osten Deutschlands gegründet, um die allgemeine Not nach dem Ende des Krieges zu lindern. In Sachsen-Anhalt zählt die Organisation aktuell über 33000 Mitglieder in mehr als 750 Ortsgruppen und über 2000 hauptamtliche Mitarbeiter.

Der Regionalverband Ohre-Börde betreibt mittlerweile acht Begegnungsstätten, in denen im vergangenen Jahr die Orts- und Wohngebietsgruppen knapp 1500 Veranstaltungen mit rund 32000 Teilnehmern durchführten. Außerdem betreibt die Volkssolidarität drei Seniorenwohnanlagen in Haldensleben, Oschersleben und Wanzleben. Auch ein ambulanter Pflegedienst, hauswirtschaftliche Dienste sowie "Essen auf Rädern" werden organisiert.