Wormsdorf l Alles wie gehabt beim Wormsdorfer Pfarrhoftheater: Adebar thronte in seinem Schornsteinnest über dem Storchenhof und putzte sich das schwarz-weiße Gefieder, während unter ihm die Akteure auf der Bühne zur theatralischen Hochform aufliefen und das Publikum in echte Entzückung versetzten. Die enorme Spiellust war den zwei Dutzend Darstellern deutlich anzumerken - und so war "Die falsche Gräfin" auch wunderbar anzusehen. Kulisse und Tontechnik taten ein Übriges, um den zwei Aufführungen zum erfolgreichen Gelingen zu verhelfen. In der Titelrolle brillierte "Zugpferd" Ingrid Siedentopf, die sich in der Komödie von der Köchin zur Adelsfrau aufschwingen durfte. Autor Gunther Hirschligau hatte ihr diese Figur sozusagen auf den Leib geschrieben und gleichsam einen Herzenswunsch erfüllt, da Siedentopf "keine Magd mehr sein" mochte. Verdienter Lohn für alle Beteiligten auf und neben der Bühne: ein restlos begeistertes Publikum, das den Hof an beiden Tagen reichlich füllte, dazu eine glückliche Fügung in Sachen Wetterlage, so dass die falsche Gräfin weder vom Winde verweht wurde noch dem Regenmacher zum Opfer fiel.

   

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