Stemmern l Noch bis Montag, 7. Juli, 24 Uhr, haben Bürger die Möglichkeit, ihre Einwendungen gegen die bei Stemmern in der Einheitsgemeinde Sülzetal geplante Hähnchenmastanlage beim Landesverwaltungsamt in Halle schriftlich einzureichen.

Die Bürgerinitiative "Sauberes Stemmern", die gegen den Bau der Anlage ist, hat das Ziel, das mindestens 1000 Einwendungen in diesem Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz eingehen. Die Bürgerinitiative befürchtet, dass sich mit dem Betrieb der Hähnchenmastanlage die Lebensqualität im Sülzetal verschlechtere. Wie Gabriele Siegel als Kopf von "Sauberes Stemmern", sagte, würde sich unter anderem durch austretende Gifte das Risiko für die Menschen, an Krebs zu erkranken, erhöhen. Bei etlichen Veranstaltungen hatte die Initiative im Sülzetal über die aus ihrer Sicht bestehenden Risiken informiert.

Die Agrar- und Milchhof Stemmern GmbH plant, in der Nähe des Ortsteils eine Hähnchenmastanlage für 350000 Tiere zu bauen. Hinter der GmbH steht der Investor Gerrit Tonkens.

In dem Verwaltungsverfahren kommt es dann vom 12. bis 14. August von 10 bis 16 Uhr in der Festhalle Altenweddingen zum Erörterungstermin. Dabei diskutieren Vertreter des Landesverwaltungsamtes, der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt, die den Investor vertritt, und die Bürger, die sich in dem Verfahren äußerten, die Einwendungen.

Im Sülzetal gibt es jedoch nicht nur Gegner der Hähnchenmastanlage. Im Internet hat sich über Facebook eine Gruppe von Menschen zusammengeschlossen, die den Bau der Anlage befürwortet. "Weil die Befürworter beleidigt und bedroht wurden, wurde die Seite bei Facebook gelöscht", haben sie auf der Internetplattform geschrieben.